PostHeaderIcon Weltklasse des Damentennis zu Gast in Linz

Gewinnerin Angelique Kerber © GEPA Pictures

Turnier: Gewinnerin Angelique Kerber © GEPA Pictures

Von 5. bis 13. Oktober 2013 fanden in der Tips Arena die Generali Ladies statt. Bereits zum 23. Mal lieferte sich die besten Tennisspielerinnen der Welt ein Match in der Oberösterreichischen Hauptstadt  – da ist Spannung natürlich vorprogrammiert.

Höhepunkt des Events war klarerweise das Finale am Sonntag. Und da kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Favoritin Ana Ivanovic und Angelique Kerber standen sich in der Endrunde gegenüber. Beide Spielerinnen stiegen problemlos auf und spielten ein  absolutes Traumfinale. Die beiden Tennisasse schenkten sich nichts und sorgten für Spannung bis zur letzten Minute. Schließlich macht Kerber den entscheidenden Schlag und holt sich den Titel.

Die Linz-Siegerin Angelique Kerber über das Match: „Es war heute kein einfaches Spiel, lebte von der Dramatik und dem ständigen Hin und Her. Ich wusste, dass es nicht einfach wird, Ana ist eine große Spielerin und ich war ehrlich gesagt, sehr froh, als ich endlich den Matchball verwerten konnte. Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“

 

PostHeaderIcon Linz kulTOUR

Ein Tag voller Ein- und Ausblicke

Ein Tag ist ja eigentlich viel zu wenig um die kulturellen Highlights von Linz kennen zu lernen. Wir haben es trotzdem probiert und uns ein paar ausgewählte Programmpunkte angesehen.

Musiktheater

Landestheater Linz / Sigrid Rauchendobler

Landestheater Linz / Sigrid Rauchendobler

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir unsere Kultur-Tour mit einem  Halt im neuen Musiktheater. Eine ungewöhnliche Uhrzeit für einen Theaterbesuch denkst du? Aber wir kommen auch nicht um uns eine Vorstellung anzusehen, sondern wollen das Gebäude erkunden und eventuell einen Blick hinter die Kulissen werfen. Beim Betreten des Musiktheaters erblicken wir sogleich ein seltsames Gebilde: den Tangosaurus. Später erfahren wir dass es sich hierbei nicht um ein Relikt aus Urzeiten handelt, sondern um ein riesiges Musikinstrument, ein sogenanntes Bandoneon. Gespannt lauschen wir der Erklärung: „Das Raumbandoneon ist konventionell bespielbar, der Klang wird computergesteuert in über 110 hölzerne Klangboxen übertragen, die per Druckluft aktiviert werden.“ – verblüffend und sicherlich einzigartig!

Unsere Entdeckungstour durch das Foyer geht weiter und uns offenbart sich ein regelrechter Erlebnisparcours. Das sogenannte „Klangfoyer“ ist in Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Center und der Kunstuniversität Linz entstanden und eröffnet spielerisch Einblicke in die Geschichte des Musiktheaters. Alleine an der „HörBar“ könnte man Stunden verbringen. Besondere Aufnahmen der Operngeschichte, Künstlerportraits, Interviews und Hörprogramme darf man hier erkunden. Ebenfalls spannende Installationen: der „MusiktheaterFries“, der „Spieltisch“, die „CineBox“ und die „Schallmauer“. Ein Vormittag reicht hier offensichtlich  nicht aus um alles im Detail zu erkunden.

Als wir uns schließlich losreißen können wollen wir natürlich noch im großen Saal vorbeischauen. Dabei bekommen wir einen recht guten Eindruck, wie sich der Besuch einer großen Opernaufführung hier wohl anfühlen mag.

Bevor wir gehen, werfen wir noch einen kurzen Blick in „das Anton“, das Theaterrestaurant im vierten Stock. Wir sind überwältigt von dem tollen Ausblick und genehmigen uns spontan noch einen Espresso.

Höhenrausch

Energietürme, OÖ Kulturquartier / Otto Saxinger

Energietürme, OÖ Kulturquartier / Otto Saxinger

Als nächstes wollen wir erkunden was es denn mit dem Höhenrausch auf sich hat. Ein Dachparcours, fünf Türme  und 100.000 begeisterte Besucher machen uns neugierig. Wir wollen mehr wissen und machen uns auf den Weg.Bereits am Vorplatz des Offenen Kulturhauses, kurz OK genannt, entdecken wir die ersten beiden Türme. Darunter sind gemütliche Liegen aufgebaut die zum Verweilen einladen. Der Aufstieg zum Höhenrausch führt durch das OK. Dabei entdecken wir spannende Werke der Gegenwartskunst.

 

 

 

Oberösterreichturm, OÖ Kulturquartier / Andreas Kepplinger

Oberösterreichturm, OÖ Kulturquartier / Kepplinger

Schließlich gelangen wir zum Wahrzeichen des diesjährigen Höhenrausches: den Oberösterreich-Turm. Der 30 Meter hohe Aussichtsturm aus Tannenholz ist wirklich beeindruckend. Es handelt sich um einen Nachbau des „Alpenblick“ in Ulrichsberg und die Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend!  Eigentlich hielt ich mich ja für schwindelfrei, doch hier muss ich mich kurz überwinden. Oben werden wir schließlich mit einem atemberaubenden 360°-Blick belohnt. Von hier aus sieht alles klitzeklein aus. Ist das da drüben nicht meine Wohnung? Stimmt, und dort entlang fahre ich jeden Tag zur Arbeit…

Wir schauen weiter und landen bei dem wohl kuriosesten Turm der Ausstellung: ein 13 Meter hoher Sprungturm. Ebenfalls sehr beeindruckend ist der Turm des Bambuskünstlers Wen-Chih Wang der diesen mit Künstlerkollegen in tagelanger Handarbeit geflochten hat. Begibt man sich unter die Kuppel des Turms, umfängt Einen sogleich eine meditative Stimmung.

 

Schlossrestaurant

Schlossbrasserie / (c) LSD

Schlossbrasserie / (c) LSD

Schön langsam meldet sich der Appetit und wir machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Nachdem wir den spektakulären Weitblick beim Höhenrausch genossen haben, können wir gar nicht genug bekommen und wollen nun auch unser Abendessen mit Aussicht genießen. Nächste Station: die Schlossbrasserie. Zu Fuß bummeln wir die Landstraße entlang, schlendern durch die Altstadt und nach einem kurzen aber steilen Anstieg durch die Hofgasse freuen wir uns auf ein wohlverdientes Abendessen. Der Hunger ist groß aber eine wichtige Aufgabe steht uns noch bevor: die Wahl was es denn geben soll. Bei geschmorten Rinderbacken, gebratenem Zander und sanft gegarter Lammkeule fällt die Entscheidung nicht leicht.

Nach einem hervorragenden Abendessen ist dringend ein Verdauungsspaziergang nötig. Inzwischen ist es dunkel geworden. Ein Streifzug  durch den Schlosspark und ein letzter eindrucksvoller Blick auf die Stadt bilden einen schönen Ausklang von unserem ereignisreichen Tag.

 

 

PostHeaderIcon E-Mobil durch Oberösterreich – ein Rückblick

Es war eine Premiere in doppelter Hinsicht: Als gebürtige Allgäuerin bin ich zwar nahe der österreichischen Grenze aufgewachsen, doch nach Oberösterreich schaffte ich es tatsächlich erst jetzt. Des Weiteren machte ich erstmalig Bekanntschaft mit einem E-Car sowie E-Bike. Wie ich meinen elektromobilen Trip sowie Oberösterreich erlebte, möchte ich euch einem persönlichen Resümee „erzählen“.

Landschaft und Natur

Der wunderschöne Wolfgangsee. © Foto: Martina Dannheimer

Sauber und sagenhaft schön: der Wolfgangsee. © Foto: Martina Dannheimer

Mittlerweile wohne ich in Hamburg, aufgewachsen bin ich aber in einer alpenländischen Region. Vieles erinnerte mich in Oberösterreich an meine Heimat. Was mich am meisten faszinierte, sind die vielen Seen. Kennen lernen durfte ich den Attersee, den Wolfgangsee, denn Hallstätter See sowie den Traunsee. Jeder begeisterte mich mit seinen eigenen Reizen, jeder ist auf seine Art wunderschön. Und das Beste: Man braucht sich bei keinem  vor Abwasser, Chemikalien&Co. fürchten. Denn fast alle der 76 Seen in Oberösterreich verfügen über Trinkwasserqualität, eine respektable Bilanz.

Zu Bergen pflege ich ja ein eher distanziertes Verhältnis. Mit vier Jahren marschierte ich bereits durch’s Gebirge, als Jugendliche verlor ich das Interesse. Zudem leide ich unter Höhenangst. Doch als ich mit der Gosaukammbahn auf die Zwieselalm schwebte, wich das flaue Gefühl im Magen einer großen Begeisterung. Die Berge empfingen mich im leichten Nebelschleier, es war eine regelrecht mystische Atmosphäre. Einer der Höhepunkte meiner gesamten Reise war schließlich das Almfrühstück in der Gablonzerhütte.

Eine Bergwelt, die mich faszinierte. Hier auf der Zwieselalm, © Foto: Martina Dannheimer

Eine Bergwelt, die mich faszinierte. Hier auf der Zwieselalm, © Foto: Martina Dannheimer

Ein leckeres Bergsteiger-Buffet, dazu das urige Ambiente, ich fühlte mich tatsächlich dem Himmel ein bisschen näher. Dass die Oberösterreicher Natur so einige Schönheiten in petto hat, zeigte sich genauso bei meiner Stippvisite im Nationalpark Kalkalpen. Eine grüne Oase mit tollen Wandermöglichkeiten. Samt Weiterbildung. Etwa erfährt der Besucher auf den Themenwegen Interessantes über Land und Leute oder blättert in den Triftbüchern, um sich über das Leben in früheren Zeiten zu informieren.

Eines der Highlights meiner Reiseblogger-Kollegin Meike von www.meikemeilen.de, die vor mir durch Oberösterreich tourte, war ihre Begegnung mit der Donauschlinge. Vom Schlögener Blick guckte sie auf das zauberhafte Gebilde. Dabei wanderte Meike von der Ortschaft Schlögen in rund 30 Minuten zu diesem 200 Meter hohen Aussichtspunkt.

Tradition und Kulinarik

Gut, ich war insgesamt nur vier Tage in Oberösterreich unterwegs. Lange genug jedoch, um zu erfahren, dass Tradition einen sehr großen Stellenwert besitzt. Das zeigte schon alleine die Kleidung der Menschen. Mindestens die Hälfte aller Damen, die mich empfingen oder bei einer (Stadt-)Tour begleiteten, trugen ein Dirndl. Großartig! Ich empfand es zudem als Zeichen von Gastlichkeit und Wertschätzung. Selbst besitze ich ebenfalls ein solches Gewand – besser gesagt vier Stück – und trage es mit Genuss.

Handwerk mit Tradition in der Keramikwerkstatt Gmunden, © Foto: Martina Dannheimer

Handwerk mit Tradition in der Keramikwerkstatt Gmunden, © Foto: Martina Dannheimer

Eine langjährige Tradition pflegt ebenso Franz Wimmer aus Molln, der mich mit seiner Maultrommelfaktur und der Geschichte dahinter völlig begeisterte. Alle seine Kunden kennt er persönlich, reist um den Globus, um sie in ihrer Heimat zu treffen. Eine hübsche Maultrommel, die mir Franz Wimmer schenkte, fand nun in meinem Hamburger Wohnzimmer einen Ehrenplatz. Kennenlernen durfte ich des Weiteren die Kunst des Töpferns. In der Keramikwerkstatt in Gmunden wies mich Bernd Födinger in sein Handwerk ein. Ich outete mich als blutige Anfängerin und zeigte mich ziemlich grobmotorisch sowie talentfrei. Spaß machte es mir dafür umso mehr.

Unterricht könnte ich zusätzlich in der Küche gebrauchen. Etwa bei der Knödelkönigin Ingrid Pernkopf. In ihrem Hotel am Traunsee war ich zu Gast und bekam eine Kurzeinweisung in der Kochstube. Dort finden allerlei Kurse statt, für alle Altersklassen und Könnerstufen. Für den Anfang schenkte sie mir ein Buch über die Knödel Küche, selbstverständlich wage ich bald meinen ersten Versuch.

Größtenteils um's Essen ging es auch beim meinem Besuch in der Schaukäserei in Schlierbach, © Foto: Martina Dannheimer

Größtenteils um’s Essen ging es auch bei meinem Besuch in der Schaukäserei im Stift Schlierbach, © Foto: Martina Dannheimer

Erneut ums Essen drehte sich (fast) alles bei meinem Aufenthalt in der Schaukäserei im Stift Schlierbach. Mit Klaus Weixlbaumer verbrachte ich dort einen Vormittag und bekam einen umfassenden Einblick in die lange Tradition des Käsens. Die Milch, die dort verwendet wird, stammt ausschließlich von Biobetrieben. Ob der Schlierbacher Schlosskäse deshalb so köstlich schmeckt?

Meike wiederum entdeckte in der Landesausstellung Freistadt unter anderem die Braukunst der Region. Neben Know-how zum traditionsreichen Hefegetränk, erstand sie im dortigen Shop eine Seife mit Freistädter Bier und Olivenöl. Emotionen und Kindheitserinnerungen weckte hingegen eine Riesenstrickliesl im Webereimuseum in Haslach.

Elektromobilität

Ich war sehr gespannt, etwas angespannt, auf meine Route vom Attersee nach Linz. Per E-Car und E-Bike! Wie weit komme ich mit einem Elektro-Auto? Was muss ich beim Fahren beachten? Und kann ich das überhaupt? Zum Auto, es war ein Opel Ampera, kann ich nur sagen: Alles ganz entspannt. Es ist eigentlich das gleiche Fahrgefühl wie bei einem „normalen“ Auto. Nach einer umfassenden Einweisung von Meike musste ich mich lediglich ans Automatkifahren gewöhnen. Schnell hatte ich aber den Dreh raus und vermisste Kupplung und Schaltknüppel nach kurzer Zeit nicht mehr. Entspannt war ich genauso hinsichtlich der Energiezufuhr. Zwar reichte ein vollgeladener Akku gerade mal für 68 Kilometer, doch sobald der Elektrovorrat aufgebraucht war, versorgte sich das Gefährt aus dem Benzintank. Allerdings war es gar nicht so oft notwendig, mit Benzin zu fahren. Übernacht konnte ich das Auto in den meisten Hotels aufladen, darüber hinaus gibt es in Oberösterreich an vielen Orten Strom-Zapfsäulen.

Eine der Ladestationen, hier am Traunsee in Gmunden. © Foto: Martina Dannheimer

Eine der Ladestationen, hier am Traunsee in Gmunden. © Foto: Martina Dannheimer

Mit dem E-Car kam ich also nicht bloß gut zurecht, sondern fand obendrein großen Gefallen an den Fahrten. Dennoch ist mein Favorit das E-Bike. Mit selbigem durfte ich von St. Gilgen nach Strobl radeln, entlang am schönen Wolfgangsee. Und am letzten Tag meiner Oberösterreich-Reise strampelte ich von Enns nach Grein. Zwischen drei Stufen konnte ich mich entscheiden, ich wählte den Eco-Modus, bei dem ich am meisten „beisteuern“ musste. War ich bis dato der Meinung, ein E-Bike schaffen sich bloß Leute an, die unsportlich sind, habe ich nun meine Meinung geändert. Klar ist es eine kleine Erleichterung, sportlich kann man trotzdem unterwegs sein. Wenn man möchte. Ich mochte, und vor allem will ich es ganz bald nochmals ausprobieren. Apropos Energie: Meike besuchte die Erlebnis Welt Energie der Energie AG in Timelkam. Nach einem kleinen Infofilm genoss sie eine Führung durch den Kraftwerkpark und lernte in zwei Ausstellungen die Geschichte des Kraftwerks, der Energie AG sowie des Stroms kennen.

Auf mich wartete dann noch ein drittes Gefährt, das ich zum ersten Mal testen durfte: das Segway. Mit dem Vehikel auf zwei Rollen düste ich durch die wunderschöne Stadt Steyr. Nach anfänglicher Unsicherheit – vor allem war ich nervös, dass das Ding keine Bremse besitzt – konnte ich es voll und ganz genießen. Ein Stadtrundgang der etwas anderen, faszinierenden Art. Überhaupt könnte dies das Motto für meine Tour „Elektromobil durch Oberösterreich“ sein.

© Text und Foto: Martina Dannheimer, www.talk-around-the-world.com

PostHeaderIcon Badespaß am Donaustrand

Sonne, Strand und Donau? Klingt ungewohnt, ist aber wahr. Wer diesen Sommer am Sandstrand verbringen will, muss dazu nicht extra in den Süden fahren. Auch in Oberösterreich hat man seit Kurzem die Möglichkeit, seine Zehen in den Sand zu stecken. An der Donau entlang sind zahlreiche Badestrände entstanden die sich größter Beliebtheit erfreuen.

Donaustrand in Aschach, Fotorechte: Baireder

Donaustrand in Aschach, Fotorechte: Baireder

 

In Aschach an der Donau etwa findet man einen tollen Strand am Fuße des sagenumwobenen Faustschlössls. Das Faustschlössl-Team versorgt die Badegäste mit kühlen Drinks, kleinen Snacks und Eis am Stiel.

 

 

 

 

Stand Up Paddling, Fotorechte:Baireder

Stand Up Paddling, Fotorechte:Baireder

 

Wer ein wenig Action will, kann sich in der neuen Trendsportart “Stand Up Paddling” versuchen. Ähnlich wie beim Surfen steht man dabei aufrecht auf einem Board. Fortbewegen tut man sich allerdings nicht mit Hilfe von Wind und Wellen, sondern mit einem Paddel. Für alle die es mal ausprobieren wollen stehen zwei Boards zum Verleih zur Verfügung.

 

 

 

Donaustrand Alturfahr, Fotorechte: Eisenkoeck

Donaustrand Alturfahr, Fotorechte: Eisenkoeck

 

Auch die Linzer haben nicht weit zum Strandvergnügen. Durch die schmalen, romantischen Gassen von Alturfahr gelangt man zu einem schönen Stückchen Sandstrand. Schon am Weg dorthin kommt Urlaubsfeeling auf. Am Strand selbst ist für jeden etwas dabei: egal ob Sonnenanbeter oder Schattenlieger, Faulenzer oder sportbegeisterte Wasserraten.

 

 

Wasserskischule Linz, Fotorechte: Eisenkoeck

Wasserskischule Linz, Fotorechte: Eisenkoeck

 

Ein paar Meter flussaufwärts gelangt man zur Wasserskischule Linz. Hier kann man neben Wasserskifahren auch Wakeboarden oder  Funtubes wie zum Beispiel das Bananenboot ausprobieren.

 

 

 

 

Wer zwischendurch Hunger bekommt, kehrt in eines der umliegenden Lokale ein, etwa bei den Donauwirtinnen. Hier gibt’s eine kleine aber feine Speisekarte mit leckeren Gerichten aus regionalen Zutaten. Unbedingt probieren: Flammkuchen zum Beispiel mit Räucherfisch und Mangold.

 

 

 

PostHeaderIcon Big Mama, Christkindl und die Sommerfrische

Wolfgang zieht den Gurt meines Helmes an, er sitzt. Jetzt bin ich wirklich bestens gerüstet. Meine Knie sind trotzdem ein bisschen weich, als ich meine ersten paar Meter auf dem Segway fahre. Irgendwie fühle ich mich noch ein bisschen wacklig auf dem Ding. Was mich beunruhigt: ich habe keine Bremse. Durch Gewichtsverlagerung nach hinten soll mein Gefährt auf zwei Rädern zum Stehen kommen. Im Eingangsbereich des Segway Steyr soll ich durch ein paar Hütchen Slalom fahren. Meine Aufgabe meistere ich zwar nicht mit Bravour, aber unfallfrei. „Ich sehe voll verklemmt aus“, beurteile ich selbstkritisch meinen Fahrstil. Wolfgang, geschäftsführender Gesellschafter von Steyr Touristik, ist so lieb und widerspricht mir. Seines Ermessens nach verfüge ich über die nötige Fahrtüchtigkeit, wir starten. Dass wir nach nicht mal 500 Metern ein sausteilen Buckel hinunter müssen, freut mich eher mäßig. Mal milde ausgedrückt. „Du musst das Gewicht auf die Versen verlagern“, Wolfgang erklärt mir wiederholt das Bremsprocedere. Ich danke ihm für seine Geduld. Und dann geht es auch schon abwärts. Ich verfrachte meinen Körper sofort in Rücklage. Statt Gewichtsverlagerung auf die Versen strecke ich meinen Allerwertesten nach hinten. Zum Glück sehe ich mich dabei nicht selbst. Aber immerhin, es funktioniert. Zumindest bleibe ich am Steilhang stehen. So war das auch wieder nicht gewollt, zumindest gewinne ich dadurch Vertrauen in mein Segway. Der Knoten ist geplatzt.

In Steyr fließen Donau und Inn zusammen, © Foto: Martina Dannheimer

In Steyr fließen die Enns und die Steyr zusammen, © Foto: Martina Dannheimer

Richtig locker und in bester Stimmung rolle ich hinter Wolfgang her. Den obligatorischen Sicherheitsabstand halte ich artig ein. Ein Stück brettern wir auf einem Schotterweg entlang, selbst das stellt kein Problem für mich dar. Wir erreichen das Naturschutzgebiet Unterhimmler Au. Ein beliebter Ort zum Entspannen und Baden. Das Wasser ist recht kalt, aber sehr sauber. Die Gewässer in Oberösterreich verfügen fast alle über Trinkwasserqualität, das erfahre ich gleich mehrfach während meiner Tour durch Oberösterreich. Wir setzen unsere insgesamt zweistündige Tour fort. Von weitem sehe ich die Wallfahrtskirche Christkindl. Hier ist auch das Postamt Christkindl angesiedelt, das wohl berühmteste Weihnachtspostamt der Welt. Jedes Jahr öffnet die Dienststelle vom ersten Adventssonntag bis Heilig Dreikönig ihre Pforten. Die Weihnachtspost erhält dann einen Stempel vom Christkind. Überhaupt herrscht in Steyr zur Adventszeit Hochbetrieb. Ich stelle mir das sehr idyllisch, ja gar romantisch vor. Vielleicht sollte ich im Dezember erneut hierher reisen. Auch um einen Nachtwächterundgang zu machen. Die Idee, mir von einem Herrn in Tracht, mit Hellebarde und Laterne die City zeigen zu lassen, finde ich großartig.

Begegnung mit der Big Mama, unweit der Fachhochschule in Steyr, © Foto: Martina Dannheimer

Begegnung mit der Big Mama, unweit der Fachhochschule in Steyr, © Foto: Martina Dannheimer

An den Gleisen der alten Dampflock geht es wieder in Richtung Stadtmitte. Die Steyrtalbahn fährt tatsächlich immer noch. Allerdings bloß als Museumsbahn an den Wochenenden sowie im Advent, und zwar von Steyr nach Grünburg. Aber immerhin. Hach, ich mag Steyr echt. Was ich bislang gesehene habe, ist zauberhaft. Niedlich irgendwie. Die City ist nicht groß, zählt knapp 40.000 Einwohner. Sie ist die drittgrößte Stadt in Oberösterreich. Enge Gassen, der kopfsteingepflasterte Hauptplatz oder historische Bauwerke wie das Bummerlhaus und Stadttor verbreiten einen unglaublichen Charme. Dazu der gleichnamige Fluss, der auf Höhe der Michaelerkirche in die Enns übergeht. Für ein paar Meter fließen Enns und Steyr sogar nebeneinander, ein traumhafter Anblick. Im Morgen- und Abendlicht ganz besonders.

Wir fahren an der Universität vorbei, halten bei der Big Mama. Die Skulptur einer wohlgenährten, lebensfroh dreinblickenden Dame. Ich schließe sie augenblicklich in mein Herz. Den Herzschlag in die Höhe treiben dürfte bei manchen Herrschaften unsere letzte Station. Kurz bleiben wir am Maxim stehen, einem Rotlicht-Etablissement mit Tradition. Ein bisschen sündig geht es selbst in einer Stadt wie Steyr zu. Ich für meinen Teil werde mich hier sehr artig benehmen. Bereits als Kind lernte ich, dass das Christkind alles weiß und sieht. Hier, so in unmittelbarer Nähe wohl erst recht. Und ich will ja dieses Jahr unter dem Tannenbaum nicht komplett leer ausgehen.

Mit dem E-Bike auf dem Donauradweg R1 unterwegs, © Foto: Martina Dannheimer

Mit dem E-Bike auf dem Donauradweg R1 unterwegs, © Foto: Martina Dannheimer

Gut ausgeruht nach einer angenehmen Nacht im Styra Stadthotel beginne ich meine vierte Etappe. Das Finale. Das Auto tausche ich gegen ein E-Bike, hocherfreut schwinge ich mich in den Sattel. Selbigen verlasse ich aber ruckzuck wieder, denn mit der Fähre Ennsegg geht es erst einmal ans andere Donauufer. Auf dem Radweg R1 strample ich nach Grein, es sind rund 30 Kilometer. Ich schalte in den Eco-Modus, ein bisschen anstrengen möchte ich mich schließlich auch. Die Sonne scheint mir direkt ins Gesicht, mit leichtem Wind ist das mehr als erträglich. Das gilt ebenfalls für das Verkehrsaufkommen. Trotz der Ferienzeit sind nicht allzu viele Radler unterwegs. Immer wieder bin ich auf der Überholspur, andere E-Biker traf ich bislang noch nicht auf der Strecke. „Macht‘s denn Spaß mit dem E-Bike? Kann man sich ja a‘mal gönnen, gell!“, ruft mir ein dem Dialekt nach Schwabe zu. „Ja, ist eine tolle Sache. Und sportlich betätigen tut man sich trotzdem“, antworte ich fröhlich. Der Herr begutachtet mein Vehikel noch ein bisschen, dann ziehe ich von Dannen. Als ich eine längere Pause zum Fotografieren und Apfelessen mache, überholt mich der Gute wieder. „Und des ganz ohne Motor“, brüllt meine neue Bekanntschaft mit breitem Grinsen. Es sei ihm gegönnt. Meine Etappe ist in zwei Kilometern eh zu Ende, ich erreiche Grein.

Der Fundus des Stadttheaters in Grein, © Foto: Martina Dannheimer

Der Fundus des Stadttheaters in Grein, © Foto: Martina Dannheimer

Bis vor kurzem war mir der 3.000-Seelenort völlig unbekannt. Traurige Schlagzeilen machte Grein unlängst mit dem verheerenden Hochwasser. Heute lacht die Sonne und ich treffe mich mit einer gut gelaunten Christa. „Wir machen eine etwas andere Stadtführung“, lässt mich die Geschäftsführerin vom Tourismusverband Grein wissen. Nicht klassisch, so ist mir das am liebsten. Unser Weg führt uns erst einmal ins Stadttheater, ein ehemaliger Getreidespeicher. Mit seinen 167 Sitzplätzen ist das Theater sehr überschaubar. Und beliebt. Seit 1791 finden hier Aufführungen statt, die Stühle sind noch in der Originalversion erhalten. Die Beschilderung erfolgt in sage und schreibe sieben Sprachen, ich bin echt beeindruckt. Im Stadtmuseum, das im selben Haus beherbergt ist, setze ich mein Staunen fort. Hier erhält der Besucher viele Informationen rund um Grein, beispielsweise über den großen Brand im Jahre 1642 oder Strudengau, ein gefährlicher Abschnitt der Donau, der einigen Schifffahrern zum Verhängnis wurde. Zudem kann der Fundus des Stadttheaters inspiziert werden. „Es ist eine Präsentation für alle Sinne“, erklärt mir Christa. Man kann die Exponate im Stadtmuseum angucken, teils anfassen und sogar an einem Stück Schinken riechen.

Blick vom Schloss auf Grein, © Foto: Martina Dannheimer

Blick vom Schloss auf Grein, © Foto: Martina Dannheimer

Wieder im Freien, flanieren wir über den Stadtplatz. Wie ich erfahre, erfüllte Grein alle vier Kriterien, die ein Sommerfrische-Ort haben musste. So gab es dort ein Telegrafenamt, eine Bahnstation, eine Apotheke und ein Wiener Café. Klar, dass Letzteres nicht fehlen darf, denke ich schmunzelnd. Nach einem Abstecher an die Promenade spazieren wir zum Schloss hinauf. Selbiges ist im Privatbesitz, Besucher können es trotzdem täglich zwischen 9 und 17 Uhr besichtigen. Ich genieße die grandiose Aussicht auf die Donau, die heute so friedlich dahin fließt. Kaum vorstellbar, das hier vor kurzem noch Wassermassen wüteten. Der Tourismus von Grein sei geprägt von der Donau, informiert mich Christa. Ein Großteil der Besucher ist auf dem Donauradweg zwischen Passau und Wien unterwegs, Grein liegt so ziemlich genau in der Mitte.

Nibelungenbrücke Linz

Auf der Nibelungenbrücke in Linz, © Foto: Martina Dannheimer

Etwas wehmütig verlasse ich Grein in Richtung Linz. Wehmütig deshalb, weil meine Tour durch Oberösterreich nun endet. Den restlichen Abend lasse ich nach einem kurzen Interview beim Life Radio Linz und dem Check-In im Hotel Wolfinger genüsslich ausklingen. Ich bummle durch die Innenstadt und gehe einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach: shoppen. Bei Einbruch der Dunkelheit mache ich einen kleinen Abstecher zur Nibelungenbrücke und himmle fasziniert die Donau an. Das schöne Wetter, die milden Temperaturen, es ist ein tolles Abschiedsgeschenk. Und im Gegenzug gebe ich Oberösterreich mein Wort: darauf, dass ich bald wieder komme.

© Text und Foto: Martina Dannheimer, www.talk-around-the-world.com

Weitere Informationen:

-Styra Stadthotel
-Segway Steyr
-Donau Oberösterreich
-Grein
-Hotel Wolfinger

PostHeaderIcon Von g‘schmackigem Käse, Maultrommeln und Bodingen

“Willkommen im Stift Schlierbach”, Klaus reicht mir die Hand und bietet mir gleich das Du an. So mag ich das. Mein Tag beginnt heute im Kloster. Allerdings nicht um meine fromme Seite zu entdecken oder Buße zu tun. Vielmehr erfahre ich, wie man Käse zubereitet. Denn im Stift Schlierbach gibt es neben dem Kloster auch eine Käserei, die Besuchern Einblicke in das tägliche Handwerk gibt. Obendrein beherbergt der Stift eine Glasmalerei sowie ein Gymnasium. Früher gab es noch weit mehr Betriebe, etwa eine Wäscherei oder Fleischerei. Somit waren die Bürger autark, die Stiftsbetriebe gewährleisteten die tägliche Versorgung.

Käse-Verkostung mit Panoramablick im Stift Schlierbach, © Foto: Martina Dannheimer

Käse-Verkostung mit Panoramablick im Stift Schlierbach, © Foto: Martina Dannheimer

Seit 2012 ist der Stift ein reiner Biobetrieb. Will heißen, nur Bio-Bauern aus der Region dürfen ihre Milch anliefern. Egal ist hingegen, ob von Kuh, Schaf oder Ziege. Die verschiedenen Stufen der Käseherstellung lerne ich nun kennen. Zum Beispiel dass die Milch nach der Anlieferung pasteurisiert und mit Lab versetzt wird. Klaus erklärt mir, dass die Kultur entscheidet, ob der Käse mild, würzig oder g’schmackig wird. Während ich mir überlege, wie ich einem Hamburger “g’schmackig’ übersetzen könnte, sehen wir uns ein kleines Filmchen zur Käseherstellung an. Wer übrigens nicht bloß schauen, sondern mit anpacken möchte, kann in Gruppen ab zehn Personen selbst käsen. “Nach dem Abfüllen muss der Käse im Salzbad reifen”, Klaus erklärt mir den finalen Schritt. Je nach Sorte, dauert dies unterschiedlich lange. Beim Schlierbacher Schlosskäse, DIE Spezialität hier, sind das zwei Wochen. Anschließend wählt man eine Verpackung, in welcher der Käse weiter reifen kann.

DIE Spezialität in Schlierbach: eine deftige Käsesuppe, © Foto: Martina Dannheimer

DIE Spezialität in Schlierbach: eine deftige Käsesuppe, © Foto: Martina Dannheimer

Höchst neugierig schreite ich zur Käse-Verkostung. Ein obligatorischer Programmpunkt beim Besuch der Schaukäserei im Genussland Oberösterreich. Zwar bin ich vom Frühstück noch pappsatt, ein Stück Schlosskäse muss trotzdem hinunter. Wie erwartet schmeckt er köstlich. Klaus drückt mir eine Tüte mit genau diesem Käse in die Hand. “Für später”, meint er schmunzelnd. Dass mein Magen temporär über geringe Aufnahmekapazitäten verfügt, erweist sich genauso beim Mittagessen eher ungünstig. So schaffe ich bloß ein paar Löffel voll von der Schlierbacher Käsesuppe sowie einen winzigen Happen gebackenen Camenbert. Der Früchte-Eisbecher hingegen, flutscht wie von alleine. Die süße Stärkung konnte ich auch gebrauchen, schließlich habe ich heute noch so einiges vor. Molln speise ich in mein Navi ein. Es spuckt mir einen 22 kilometerlangen Weg aus. Am Nationalparkzentrum hole ich Erni ab. Sie wird mit mir zur Maultrommelfaktur Wimmer sowie in den Nationalpark fahren. Ein Beifahrer macht mich etwas nervös, das E-Auto ist immer noch relativ neu für mich. Doch unbeschadet tuckern wir bei Franz Wimmer auf den Hof.

Maultrommeln around the World: die Kunden-Landkarte von Franz Wimmer, © Foto: Martina Dannheimer

Maultrommeln around the World: die Kunden-Landkarte von Franz Wimmer, © Foto: Martina Dannheimer

“Da kannst du stehen bleiben”, instruiert mich Erni. Es scheint kein Problem zu sein, dass ich mitten im Weg parke. Gespannt schreite ich hinter meiner Begleiterin her, wir klopfen an die Werkstatttür. Ein stattlicher Herr empfängt uns. Bereits auf den ersten Blick ist er mir äußerst sympathisch. “Martina”, stelle ich mich vor, mein Blick wandert an den Wänden auf und ab. Unzählige Fotos mit Menschen aus aller Welt schmücken den relativ kleinen Raum. Meine Reiselust scheint hier gut aufgehoben zu sein. “Ich erkläre euch ein bisschen was über die Maultrommeln und spiele danach das sizilianische Marienlied”, kündigt Franz Wimmer vielversprechend an. Im Nu klebe ich wie gebannt an seinen Lippen. Er zieht eine Maultrommel nach der anderen aus einer Schatulle, keine gleicht der anderen. Wimmer gibt uns eine kurze Kostprobe, ich bin hin und weg. Dass so ein kleines Ding derart melodische Klänge erzeugt, hätte ich im Leben nicht gedacht. “Man sollte einen guten Zahnarzt haben”, wirft der Profi lachend ein und fügt sofort an, dass Maultrommeln den Zähnen nicht schadet. Ihm sei noch nie etwas passiert. Man lege ohnehin nur die Lippen an.

Franz Wimmer mit einer Maultrommel. Die Klänge sind einfach faszinierend, © Foto: Martina Dannheimer

Franz Wimmer mit einer Maultrommel. Die Klänge sind einfach faszinierend, © Foto: Martina Dannheimer

Franz Wimmer blickt auf eine unvergleichbare Karriere zurück. Allen seinen Kunden stattete er schon einen Besuch ab und holte selbige in seine Manufaktur nach Molln. Klingt im ersten Moment vielleicht nicht ganz so außergewöhnlich, doch spätestens wenn man weiß, dass die Kundschaft rund um den Globus verstreut ist, hält man inne. So verkaufte er Maultrommeln nach Malaysia, Vietnam, in die Südsee, die Liste ist unendlich lang. Dabei hatte er ursprünglich gar nicht den Wunsch, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Seine Anfänge gestalteten sich obendrein nicht sonderlich erfolgreich. “Der dritte Versuch, der war’s”, berichtet Wimmer. Damals war er 50 Jahre. Müde ist er heute noch kein bisschen. Im Gegenteil. Alle sechs Jahre steht ein Treffen aller Maultrommler weltweit an. Er jettet dafür etwa nach Iowa, Japan oder Oregon. In Molln fand dieses besondere Meeting ebenfalls schon statt. In fünf Jahren ruft Bolivien zur Zusammenkunft. Gedanklich hat Franz Wimmer sein Flugticket bestimmt bereits gebucht. Erni wünscht ihm Gottes Segen, dass er noch lange weitermachen kann. Ich pflichte bei, kurz darauf hocken wir wieder im Auto.

Die Straße wird enger, die asphaltierte Straße geht in einen Schotterweg über. Ich trete alle Naslang auf die Bremse. Endlich kommen wir im Nationalpark Molln an. Erni wohnt mit ihrer Familie dort, sie sind die Einzigen. Bei unserem ersten Halt erzählt mir Erni ein paar Dinge über den Naturerlebnisweg “Wasser-Spuren”. Dieser folgt dem Lauf der Krummen Steyrling, netter Flussname finde ich. Wir spazieren dort entlang und machen einen kurzen Zwischenstopp, um in einem Triftbuch zu blättern. Neugierig guck ich mir die alten Fotos an. Unter anderem zeigen sie Kohlbauern bei ihrer Arbeit, die Herstellung von Holzkohle war in der Region ein wichtiges Handwerk.

Das Bodinggrabental im Nationalpark Kalkalpen, © Foto: Martina Dannheimer

Das Bodinggrabental im Nationalpark Kalkalpen, © Foto: Martina Dannheimer

Dann brechen wir zu einer kleiner Wanderung auf. Meine Chucks sind eher suboptimal, als Allgäuerin hätte ich es besser wissen müssen. Trotz mäßigem Schuhwerk kann ich einigermaßen mit meiner Rangerin Schritt halten. Wir marschieren am Fluss entlang, der den Namen Bodinggraben trägt. Nach ihm wurde das ganze Gebiet benannt. Erni übersetzt, Boding heißt zu Deutsch Bottich. Das Wasser fließt hier nämlich von Steinbottich zu Steinbottich, jeder einzelne ein natürliches Gebilde. „Das möchte ich sehen“, teile ich meiner Begleiterin euphorisch mit. Konzentriert gucken wir aufs Flussbett und sichten tatsächlich ein paar. Quer über dem Fluss liegt ein Baumstamm. Wegmachen wird ihn aber keiner. “Die Natur reguliert sich von selber, deshalb greifen wir im Nationalpark nicht ein”, lässt mich Erni wissen. Finde ich großartig und genieße meine Wanderung gleich noch ein bisschen mehr. Bevor ich wieder meinen Rückweg antrete, drückt mich Erni und verabschiedet mich herzlich. „Falls dir auf dem schmalen Weg jemand entgegen kommt, bleib einfach stehen und sag du kommst aus Hamburg“, lautet ihr Rat. Mein Fahrstil scheint einen hervorragenden Eindruck hinterlassen zu haben.

© Text und Foto: Martina Dannheimer, www.talk-around-the-world.com

Weitere Informationen:

-Stift Schlierbach
-Genussland Oberösterreich
-Nationalparkzentrum Molln
-Maultrommelmanufaktur Wimmer

PostHeaderIcon Sündhaft lecker von A wie Almfrühstück bis Z wie Zauner Stollen

Der Nebel hängt über den Bergen, es sieht fast ein bisschen mystisch aus. Die Hitzewelle der vergangenen Woche wurde durch ein kurzzeitiges Tief unterbrochen. Richtig frisch ist es, ich ziehe den Reißverschluss meiner Jacke ein bisschen weiter zu. Sollte das schon ein Zeichen für Herbst sein? Nein, ich verscheuche diesen Gedanken augenblicklich. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage verspricht ohnehin wieder Hochsommer. Für meine kleine Bergtour reichen die 15 Grad aus. Gut, Bergtour ist übertrieben. Denn eigentlich gehe ich frühstücken. Auf der Zwieselalm, in der Gablonzerhütte. Mit Anna vom Tourismusamt Gosau steige ich deshalb in die Gondel der Gosaukammbahn. Zu meinem mulmigen Gefühl mischen sich Kindheitserinnerungen. Als geborene Allgäuerin war ich schon vor den ersten Gehversuchen auf dem Berg. Inzwischen beschränken sich meine Aktivitäten im Gebirge auf eine Wanderung pro Jahr.

Blick aus der Gosaukammbahn auf den Gosausee

Blick aus der Gosaukammbahn auf den Gosausee

Außer Anna, mir und dem Gondelführer ist keine weitere Person an Bord. Es ist auch erst neun Uhr und aufgrund des mäßigen Wetters dürften die meisten ihren Tagesstart etwas nach hinten verlegt haben. Das “große Frühstück” gibt es zudem erst morgen, am Mittwoch. Zwischen Juli und September laden die Almhütten im Salzkammergut zum Almfrühstück ein. Jede Hütte an einem anderen Wochentag, jede punktet mit ihrer eigenen Spezialität. Auf der Gablonzerhütte etwa, gib es das Bergsteigerfrühstück mit Sekt. Zur Anregung des Kreislaufs. Meine Vorfreude ist riesig. Vier Minuten dauert unsere Fahrt zwischen Himmel und Erde. “Stell dich nicht so an”, bete ich mir mantramäßig vor. Dass ich unter Höhenangst leide, bilde ich mir eh nur ein. Jawohl. Und irgendwie scheint meine Kurzmeditation sogar zu wirken. Das mulmige Gefühl hält sich in Grenzen, ich kann sogar mal kurz nach unten gucken. Wohler fühle ich mich dennoch, als ich an der Bergstation wieder festen Boden unter den Füßen spüre. Zudem knurrt mein Magen, also los.

Leckeres Bergsteigerfrühstück in der Gablonzerhütte, © Foto: Martina Dannheimer

Leckeres Bergsteigerfrühstück in der Gablonzerhütte, © Foto: Martina Dannheimer

Unser Fußmarsch dauert bloß drei Minuten. Als wir ankommen, ist die Gästestube leer. Die Übernachtungsgäste sind alle schon ausgeschwirrt. Ist mir gar nicht so unrecht, somit gehört uns das Frühstücksbuffet alleine. Ich schaufle mir Müsli, ein paar Melonenschnitze, Joghurt und Marmelade auf den Teller. Zu Kaffee und Fruchtsaft gesellt sich selbstverständlich der Sekt. Mit O’Saft, ich muss schließlich noch Auto fahren. Meine Auswahl schmeckt köstlich. Ich muss Nachschub holen, keine Frage. Wahrscheinlich regt die Bergluft und das urig-gemütliche Ambiente den Appetit doppelt an. Ich mag ja solche Bergstuben. Die Holzbänke und vor allem der große Kachelofen erinnern mich an meine Kindheit. Im Winter saß ich oft bei Oma und Opa auf dem Kachelofen, den verbrannten Geruch mein Einfeuern mag ich sehr.

Anna erzählt mir noch ein bisschen was von der Region Salzkammergut. Es gibt hier unwahrscheinlich viele Wanderwege, in allen Schwierigkeitsstufen. Selbst für Familien mit kleinen Kindern. An der Bergstation stehen sogar geländetaugliche Buggys bereit. Und dort spazieren wir jetzt wieder hin. Die Almwirtin ist so lieb und lädt uns ein, das nenne ich doch malrichtige Gastfreundschaft. Als wir wieder im Tal ankommen, statten wir dem Gosausee noch eine kurze Visite ab. Eingebettet im Bergkessel versprüht er einen ganz besonderen Charme. Das satte grün-blaue Wasser erscheint mir wie gemalt. Ein Fußweg rundherum lädt zu einem schönen Spaziergang ein, ich würde am liebsten meine Joggingschuhe auspacken. Doch wir treten die Rückreise an, Bad Ischl ruft.
Wunderschönes Gebäude: die Trinkhalle in Bad Ischl, © Foto: Martina Dannheimer

Wunderschönes Gebäude: die Trinkhalle in Bad Ischl, © Foto: Martina Dannheimer

Mein Plan sagt mir, ich muss zur Trinkhalle. Gedanklich habe ich einen Kiosk mit ein paar Sorten Schnaps, Bier und vertrockneten Semmeln vor mir. In Bad Ischl werde ich eines Besseren belehrt. Das weiße Gebäude mit güldener Aufschrift beherbergt die Touristeninformation und ist ein echter Hingucker. Diverse Trinkkuren mit Heilwasser samt Schwefel, Glaubersalz oder Trinksole haben in Bad Ischl eine lange Tradition. Trinken und vor allem Essen beinhaltet auch mein nächster Programmpunkt, auf den ich mich sehr freue. Gemeinsam mit Petra Wieder vom Tourismusverband Bad Ischl schlendere ich durch die Fußgängerzone durch Bad Ischl. Sie trägt Dirndl, wie fast alle meine Begleiter. Sehr stilecht, ich mag das. In Bad Ischl gibt es sogar einen Trachten-Freitag. Auf einem Markt verkaufen Bauern aus den umliegenden Orte ihre Ware. Die “Arbeitskleidung” dürfte leicht zu erraten sein. Unser Ziel ist nun aber die Konditorei Zauner Esplanade. Zuvor passieren wir das Rathaus mit, hach, dem Verlobungszimmer von Sissi und Franz. “Trauungen finden dort auch heute noch statt”, sagt Petra. “Sollte ich je heiraten, dann weiß ich jetzt wo”, antworte ich verträumt. Mein Hochzeitsmahl hätte ich ebenfalls gefunden. Der Salat schmeckt genauso fantastisch wie der Zauner Stollen. Aus gemahlenen Haselnüssen und Schokoglasur, also nicht zu verwechseln mit dem allseits bekannten Christstollen. Eine echte Bad Ischler Spezialität wären zudem die Holzknechtgnoken, wie mir Petra verrät. Die mittellosen Holzknechte kreierten damals eine Speise aus Mehl und Salz, die heute zusammen mit Apfelmus sowie Sauerkraut gereicht wird. Neben dem leiblichen Wohl wird auch die kulturelle Ader der 14.000 Einwohner oder Touristen in Bad Ischl bestens versorgt. Egal ob Kurkonzert, Musical oder Theater – der Kulturkalender offeriert satte 1.000 Veranstaltungen im Jahr.

Ich stelle mein handwerkliches Geschick in der Keramikwerkstatt Gmunden unter Beweis, © Foto: Martina Dannheimer/Bernd Födinger

Ich stelle mein handwerkliches Geschick in der Keramikwerkstatt Gmunden unter Beweis, © Foto: Martina Dannheimer/Bernd Födinger

Meine letzte Etappe des Tages führt mich nach Gmunden am Traunsee, wo ich zunächst mein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen darf. Ich besuche nämlich Bernd Födinger in seiner Keramikwerkstatt. Es ist ein Familienbetrieb, den Bernds Vater im Jahre 1931 gründete. Beim Eintreten empfängt mich gleich ein bunter Mix aus ganz verschiedenen Meisterwerken. Eine Eule sticht mir sofort ins Auge. Daneben sichte ich grün-weißes Geschirr. “Original Alt-Gmundener Grüngeflammtes”, das Schild klärt mich auf. Danach schreiten wir zur Tat. Bernd knetet einen kleinen Tonklumpen und drückt ihn in die Mitte seiner Töpferscheibe. Besser gesagt, er zentriert ihn. “Töpfern ist eine Gefühlssache. Es funktioniert durch Druck und Gegendruck”, lässt mich Bernd wissen. Innerhalb von Sekunden kreiert er eine wunderschöne Vase. Dann bin ich dran. Meine Hände müssen nass sein, ich tunke sie tief in den Wasserbehälter neben mir. Verkrampft quetsche ich den Tonklumpen zusammen. Geplant war eine Schüssel, doch das Ding formt sich immer mehr zu einem Vasen ähnlichen Gebilde. “Ich bin einfach zu grobmotorisch”, klage ich. “Sie sind zu wild”, meint mein Lehrmeister. Wir starten den zweiten Versuch. “Immerhin eine Katzenschüssel”, kommentiert Bernd mein Resultat. Er wird die Katzenschüssel brennen und zu mir nach Hamburg schicken. Ich freue mich sehr! Anschließend besuchen wir noch kurz das Keramikmuseum gegenüber. Die Klo-Sammlung gefällt mir am besten. Ein Lokus nach dem anderen. Uralt, bunt, kunstvoll verziert. Kreativität kennt offensichtlich keine Grenzen.

In der Lehrküche der "Knödelkönigin" Ingrid Pernkopf, © Foto: Martina Dannheimer

In der Lehrküche der “Knödelkönigin” Ingrid Pernkopf, © Foto: Martina Dannheimer

Etwas erschöpft von meinem langen, aber wunderschönen Tag checke ich im Landhotel Grünberg ein. Ich bin gespannt auf Ingrid Pernkopf, die oberösterreichische Knödel-Königin. Zwar vertilge ich zum Abendessen gegrillten Fisch, darf aber trotzdem mir ihr in die Küche. In die Lehrküche, wo sie die unterschiedlichsten Kochkurse abhält. Alle Themen, alle Altersklassen. Als ich anmerke, nicht kochen zu können, schlägt mir Ingrid eine Kursteilnahme vor. Von Hamburg ist der Weg ein bisschen weit, aber da ich eh wieder nach Oberösterreich komme, wer weiß. In der Zwischenzeit kann ich mich im Selbstversuch üben, ich bekomme ein Knödel-Kochbuch geschenkt. Der großartige Höhepunkt des Tages findet jedoch nicht in der Küche, sondern auf dem Wasser statt. Ich darf im Motorboot eine Runde über den Traunsee düsen, bei Sonnenuntergang. Ingrid Pernkopf hat auch hier das Steuer in der Hand. Und ich mache einfach mal nur das, was ich am besten kann: genießen.

PostHeaderIcon Bekanntschaft mit Paradisern, dem schlafenden Löwen und Frau Holle

Der Tag beginnt wie sonst auch. Ich schnüre meine Laufschuhe und jogge durch die angenehme Morgenluft. Neu ist für mich allerdings die Umgebung. Am Vortag reiste ich von meiner Wahlheimat Hamburg an den Attersee, mein erster Besuch in Oberösterreich. Abwechselnd per E-Car und E-Bike geht es für mich vier Tage lang durch diese wunderschöne Region. Ich bin jetzt schon sehr angetan über das bisschen, das ich bislang gesehen habe.

Der Attersee liegt zauberhaft eingebettet in den Bergen. Alleine durch seine türkis-grüne Farbe ist er eine Augenweide. Er verfügt über Trinkwasserqualität, wie fast alle der insgesamt 76 Seen in der Region Salzkammergut. Und er spendet Lebensqualität. Als ich nach meiner dreistündigen Autofahrt vom Münchener Flughafen in Nussdorf ankam, sprang ich gleich kopfüber in das herrliche Nass. Sogar einen Privatstrand durfte ich nutzen, vom Panorama Gasthof Schönberger, meinem Domizil für die erste Nacht.

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Eingebettet in den Bergen: der Attersee

Nun schmeiße ich also das E-Auto an, über Nacht hing es an der Steckdose, somit ist der Akku voll. Zwar ist meine Reichweite mit 68 Kilometern nicht sonderlich üppig, Sorgen mache ich mir dennoch keine. Reicht der Strom nicht mehr aus, zieht sich mein Opel Ampera automatisch Saft aus dem Benzintank. Apropos automatisch: Ich fahre zum ersten Mal Automatik. Und bin tierisch nervös. Zum Glück gewöhne ich mich sehr schnell an das neue Fahrgefühl, nur einmal will ich schalten und kuppeln. Mein Gefährt zeigt mir ganz deutlich, dass ihm das nicht passt. Ansonsten verstehen wir uns auf Anhieb sehr gut und erkunden gemeinsam das Gebiet um den Attersee. Etwa Unterach. Ein kleines Örtchen direkt am Wasser. Geräuschlos rolle ich durch die Straßen, die Blicke der Menschen im Dorfcafé sind trotzdem auf mich gerichtet. Zuschauer machen mich noch ein bisschen nervös. Das Schild “Landarzt” bringt mich hingegen zum Schmunzeln. So stelle ich mir die Idylle in Oberösterreich vor. Ich fühle mich ein bisschen an meine Heimat, das Allgäu, erinnert. Mittlerweile wohne ich in Hamburg und verspüre fast ein wenig Heimweh.

Nette Begegnung auf dem Märchenwanderweg am Attersee, © Foto: Martina Dannheimer

Nette Begegnung auf dem Märchenwanderweg am Attersee, © Foto: Martina Dannheimer

Meine Sentimentalitäten schlagen augenblicklich in Begeisterung um, als ich den Märchenwanderweg entdecke. Christian Schirlbauer, Tourismusdirektor der Ferienregion Attersee-Salzkammergut, gab mir diesen Tipp. Zwar entspreche ich mit meinen zarten 35, (noch) kinderlos, nicht unbedingt der Zielgruppe, fühle mich trotzdem gleich in meinem Element. Bereits der Wichtel am Eingang entfacht meine Begeisterung. Der Schneewittchen, Frau Holle oder der Froschkönig tun ihr übriges. Leider erlaubt es mir meine Zeit nicht, die ganze Strecke zu durchwandern. Denn Punkt 12 Uhr erwartet mich in St. Gilgen Monika Eisl vom Wolfgangsee Tourismus. Gemeinsam treten wir am Wolfgangsee-Radweg in die Pedale. Auf dem E-Bike. Eigentlich wäre ich den ganzen ersten Tag im Sattel gehockt, doch das Wetter spielt nicht mit. Sogar eine Unwetterwarnung geistert durch die österreichischen Medien. Für unsere Mittagsetappe verwöhnt uns Petrus aber mit Sonnenschein. Rund eine halbe Stunde brauchen wir nach Strobl. Dort darf ich in ein Motorboot steigen. Über den Wolfgangsee zu düsen ist grandios. Ich liebe Wasser, und ich liebe diese wunderschöne Kulisse. Berge lösen bei mir nicht so viel Begeisterung aus wie Wasser, doch beides in Kombination versetzt mich ins Schwelgen.

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Der “schlafende Löwe” am Wolfgangsee

Sehr angetan bin ich dazu vom Sparber, dem schlafenden Löwen. Dieser Berg sieht tatsächlich aus wie der König des Tierreichs. Nach einem köstlichen Mittagessen im Seehotel bin ich gestärkt und um ein paar neue Informationen reicher. Etwa verrät mir Monika, dass man seit kurzem per E-Bike von Passau an den Wolfgangsee pilgern kann. Sehr fein! Und: in Österreich heißt die Tomate Paradeiser.Mein Zeitplan ist straff, und dank meiner Orientierungsschwäche halte ich ihn nicht ein. Eigentlich hätte ich im Mountainbike Kompetenzzentrum in Bad Goisern an einem Workshop teilnehmen dürfen, die besagte Unwetterwarnung macht den von mir heiß ersehnten Programmpunkt zunichte. Meine Alternative heißt Salzbergwerk in Hallstatt. Leider komme ich ein paar Minuten zu spät und darf nicht mehr ins Bergwerk. Eine Berg- und Talfahrt mit der Salzbergbahn trösten mich, der Ausblick auf Hallstatt erst recht. Zwar kämpfe ich mit meiner Höhenangst, bleibe aber der souveräne Sieger. Ich bin stolz auf mich.

Toller Blick aus der Salzbergbahn, © Foto: Martina Dannheimer

Toller Blick aus der Salzbergbahn, © Foto: Martina Dannheimer

Mein erster Oberösterreich-Tag geht schließlich mit einer Stadtführung durch Hallstatt zu Ende. Helga, geboren und wohnhaft in dem Ort, der zum UNESCO Welterbe gehört, hat jede Menge Informationen in petto. Wir starten am Heritage Hotel, mein Zuhause für die zweite Nacht, und flanieren über den Marktplatz. Eine kleine Bühne prangt neben der Dreifaltigkeitssäule. Dass in Hallstatt Open-Air-Konzerte stattfinden, gefällt mir sehr. Wer mehr über die Geschichte von Hallstatt erfahren möchte, dem sei das Museum ans Herz gelegt. 7.000 Jahre Geschichte erlebt der Besucher hier im Zeitraffer. Etwas anderes begeistert mich fast noch mehr. “Wer mit dem Zug nach Hallstatt kommt, muss Schiff fahren”, teilt mir Helga schmunzelnd mit. Zwar verfügt Hallstatt über einen Bahnhof, selbiger steht aber gegenüber vom Ortszentrum, auf der anderen Seite des Hallstätter Sees. Ich bin fast ein wenig traurig, per Auto unterwegs zu sein.

Der Marktplatz von Hallstatt, © Foto: Martina Dannheimer

Der Marktplatz von Hallstatt, © Foto: Martina Dannheimer

Zum Abschluss unseres Bummels durch die Markt Gemeinde halten wir vor dem Beinhaus. Woher dieser Name kommt, das erklärt mir meine mit Dirndl gekleidete Stadtführerin. Als man die alten Gräber aufgrund von Platzmangel auflösen musste, nahm man die sterblichen Überreste heraus, säuberte und sammelte sie. Neben den Gebeinen auch die Schädel. Letztere wurden hauptsächlich im 18. und 19. Jahrhundert bemalt. Diese Art Zweibestattung sei eine Besonderheit, die es nur in Hallstatt gebe. So ziert über 600 Schädel ein Kreuz sowie der Name des Verstorbenen, teils wurden Blumenornamente gezeichnet. Diese “Werke” lassen sich im Beinhaus begutachten. Mich gruselt es fast ein wenig, hoch interessant finde ich es trotzdem. Den Appetit für das Abendessen hat es mir zum Glück ebenfalls nicht verdorben. Bei einem leckeren Salat und in Begleitung von Lisa Eckel vom Tourismusverband Inneres Salzkammergut lasse ich im Restaurant des Heritage Hotels den spannenden ersten Tag in Oberösterreich ausklingen.

© Text und Foto: Martina Dannheimer, www.talk-around-the-world.com

Weitere Informationen:

-Gasthof Schönberger
-Märchenwanderweg Attersee
-Pilgern mit dem E-Bike
-Salzwelten Hallstatt
-Beinhaus Hallstatt
-Heritage Hotel

 

PostHeaderIcon Von Energie und Inspiration

Auf der Aussichtsplatform des Kraftwerks Timelkam

Zur Führung durch den Krafwerkspark in Timelkam gehört auch ein Besuch der Aussichtsplattform auf dem Gas+Dampf-Kraftwerk in rund 45 Metern Höhe.
Foto: Steimann/Nordmeyer

Der Tag beginnt voller Energie. Auf der vierten und abschließenden Etappe meiner Tour durch Oberösterreich steht für den Vormittag ein Besuch der Erlebnis Welt Energie der Energie AG in Timelkam auf dem Programm. Ich komme mit dem Elektro-Auto vorgefahren und finde direkt vor dem Neubau des Ausstellungszentrums eine Ladestation vor. Das ist praktisch. Also einfach das Ladekabel einstöpseln und dann rasch in das Zentrum, das eine wohltuend milde Temperatur an diesem Hitze-Rekordtag in Österreich bietet.

Zur Einstimmung auf das Thema Energie gibt es im Zentrum erstmal einen Infofilm zu sehen, und dann geht es los zur Expedition. Ich bekomme einen hellblauen Helm und ziehe mit Erwin Pangerl los zu einer Führung durch den Kraftwerkpark. Regelmäßig, mitunter mehrmals in der Woche finden Führungen für angemeldete Gruppen statt. Pangerl ist ehemaliger technischer Angestellter der Energie AG. Er kennt das Kraftwerk wie seine Westentasche. Es ist für ihn eine schöne Tätigkeit als Pensionär, die Besucher über die Anlage zu führen. Wir fahren im Hauptgebäude, dem Gas+Dampf-Kraftwerk, mit dem Aufzug nach oben. Dort fällt mir gleich die sonderbare Beschriftung des Bedienelements auf. Da stehen so krumme Zahlen wie 7.5, 26.6 und 31,3 auf den Tasten. “Wir haben hier keine Stockwerke in dem Gebäude, es gibt gar keine durchgängigen Ebenen. Daher verwenden wir für die einzelnen Haltepunkte Höhenangaben”, erklärt Pangerl. Wir fahren bis zum obersten Haltepunkt bei 38,0. Von dort sind noch einige Treppenstufen zu nehmen, dann gehen wir raus auf die Aussichtsplattform. In rund 45 Metern Höhe bietet sich eine schöne Aussicht auf die hügelige Landschaft im Salzkammergut. Es ist diesig an dem heißen Sommertag. “Dort hinten liegt schon der Attersee”, erklärt Pangerl. Den See kann man von dort oben nicht sehen. Aber man ahnt im diffusen Blau das sich dahinter erhebene Höllengebirge.

Erlebnis Welt Energie

Einfach mal in einer Steckdose Platz nehmen – auch das ist möglich in der Erlebnis Welt Energie in Timelkam. Foto: Steimann/Nordmeyer

Nach der Führung, die auch einen Blick in die Turbinenhallen und zudem in die technische Kommandozentrale bietet, geht es wieder zurück ins Besucherzentrum. Dort gibt es zwei Ausstellungen zu sehen. Die eine informiert über die Geschichte des Kraftwerks und der Energie AG sowie zu den Methoden moderner Stromerzeugung. Besonders interessant ist hier ein Modell, das anschaulich darstellt, wie aus Biomasse Strom produziert wird.  Im Biomasse-Kraftwerk in Timelkam werden unterschiedliche Reste-Wertstoffe verwertet: Rinde, Holzhackschnitzel und Sägespäne. Hinzu kommt auch Schleifstaub. Ein Unternehmen, das Bilderrahmen herstellt, liefert beispielsweise den Schleifstaub, der in der Produktion anfällt. Auch ein Ski-Hersteller bringt den Schleifstaub zur Verwertung hierher. Informativ und ansprechend gemacht ist auch die Ausstellung zur Geschichte des Stroms, die in den anliegenden Räumen untergebracht ist. Von der Erfindung der Glühbirne über die Waschmaschine bis hin zu Computer und moderne Elektro-Fahrzeuge – anschaulich stellt das Museum die Entwicklung bis zum heutigen Tag dar.

Gustav Klimt-Zentrum in Schörfing

Das Klimt-Zentrum in Schörfling liegt direkt an dem vom Künstler so geliebten Attersee.
Fotos: Meike Nordmeyer

Von der Energie geht es weiter zu Kunst. In knapp einer Stunde Fahrtzeit düse ich mit dem Elektro-Auto von Timelkam zum Klimt-Zentrum in Schörfling. Das Museum liegt am Attersee, direkt am Yachthafen im Ortsteil Kammer. Im Untergeschoss ist ein kleines Café unterbracht. Unter den großen Sonnenschirmen auf der Terrasse genießen Besucher bei Kaffee, Eis und kalten Getränke den Blick auf das Wasser und die Segelboote. Dieser besondere hellgrüne und bläuliche Schimmer des Sees, das feine Lichtspiel, das sich je nach Tageszeit und Wetter wandelt – das hat schon Gustav Klimt beeindruckt und ihn fortan nicht mehr losgelassen. Der Künstler verbrachte die Sommermonate zwischen 1900 und 1916 regelmäßig am Attersee. Er schuf mehr als 45 durch diese Region inspirierte Landschaftsbilder. Darunter sind auch Gemälde, die fast ausschließlich das Wasser des Sees und das Spiel der Wellen zeigen. Es sind Bilder, die sich ganz auf die Wirkung von Licht und Farbe auf der Wasseroberfläche konzentrieren – das war in dieser Art damals neu und überraschend. Und es ist immer wieder faszinierend anzusehen.

Klein aber fein ist die Ausstellung in dem Klimt-Zentrum. In den hellen Räumen werden Zeichnungen und Gemälde von Klimt präsentiert sowie viele Fotos von ihm und seinen Weggefährten. Es sind allerdings keine Originale der Gemälde zu sehen, lediglich unter den Zeichnungen und Skizzen finden sich einige. Aber das ist gar nicht so wichtig. Denn der Schwerpunkt liegt darauf, von Klimts Leben zu erzählen und einen Ort zu bieten, an dem der Besucher der Inspiration nachspüren kann, die der Attersee und die umliegende Landschaft bei dem Künstler bewirkt hat. Der Besuch lohnt sich für Kunstinteressierte, für Liebhaber der Landschaft und für alle anderen Neugierigen. Im Anschluss daran sollte man unbedingt noch im Café vor dem Museum platznehmen, auf den grün-blauen See schauen und der besonderen Atmosphäre an diesem Ort nachspüren. Doch leider habe ich dafür keine Zeit, denn ich muss zum nächsten Treffpunkt eilen.

Der Golf-Club am Attersee

Der Golfplatz bietet einen schönen Ausblick auf den Attersee. Foto: Meike Nordmeyer

Im “Golf-Club am Attersee” in der Ortschaft Attersee habe ich einen Termin mit dem Clubmanager Andreas Hagara. Das Grün des Golfplatzes vor dem Blau des Sees, auf dem unzählige weiße Segelboote wie mit dem Pinsel hingetupft aussehen – dieser Ort bietet einen vorzüglichen Ausblick. Ich düse mit Hagara im Golfcart über das Gelände. Von meinem großen Elektro-Auto, dem Opel Ampera, steige ich also in das kleine wendige Golfmobil um. Der Manager düst zackig über die schmalen Wege, steuert auch direkt auf Rasenhügel zu, von denen ich nicht gedacht hätte, das man mit diesem kleinen Wagen mal ebenso darüber flitzen kann. So gibt es bei dieser Tour über den Golfplatz eine eindrucksvolle Vorführung eines Elektro-Fahrzeuges, das ganz in seinem Element ist. Während Hagara mit einer Hand lenkt, mit der anderen sein Handy ans Ohr hält und die Termine des nächsten Tages organisiert, halte ich mich mal lieber an der Sitzbank fest. Ich werde kräftig durchgeschüttelt, doch ich genieße die außergewöhnliche Rundfahrt. Sowas erlebt man ja nicht alle Tage. Hagara steck das Handy in die Hosentasche. “Tagsüber ist der See eher hellgrün, gegen Abend wird er dann tiefblau”, kommentiert er den Ausblick.

Ruhig gleite ich im Anschluss wieder mit dem großen Elektro-Wagen durch die Landschaft ins nahegelegene Nussdorf. Dort treffe ich im Landgasthof Ragginger meine Reiseblogger-Kollegin Martina, von Talk around the World. Sie übernimmt jetzt und tourt die nächsten vier Tage durch Oberösterreich. Nach dem Abendessen im Landgasthof weise ich sie rasch in die Bedienung des Elektro-Autos ein. Wie schade, dass ich es nun übergeben muss. Ich hatte so großes Fahrvergnügen damit, dass ich es am liebsten behalten hätte.

© Text und Fotos von Meike Nordmeyer, www.meikemeilen.de


Weitere Informationen
Erlebnis Welt Energie
Klimt-Museum Schörfling
Golf-Club am Attersee
Landgasthof Ragginger

Kooperationspartner der Tour: Energie AG

Mehr unter www.oberoesterreich.at

 

 

 

 

PostHeaderIcon Ein Tag an Donau und Inn

Die Donauschlinge

Die Donauschlinge vom Schlögener Blick aus gesehen. Von der Ortschaft Schlögen führt ein halbstündiger Wanderweg durch den Wald hinauf.
Foto: Meike Nordmeyer

Es muss in der 9. oder 10. Klasse gewesen sein. Da hat es im Erdkunde-Buch so ein Bild von einem Fluss gegeben, der ganz verwegen eine Schlaufe bildet und sich erst dann wieder für eine Richtung entscheidet und ruhig seine Bahn fortsetzt. Als ich mich für die Tour durch Oberösterreich vorbereite, lese ich im Programm “Besuch der Schlögener-Schlinge”. Da muss ich erstmal googeln. Und dann sehe ich das Bild von diesem Flusskreisel und staune, dass ich ihn schon kenne. Auf einmal habe ich das Erdkunde-Buch wieder vor Augen. Jetzt also, viele Jahre später, stehe ich oberhalb der Ortschaft Schlögen am sogenannten Schlögener-Blick und schaue von dem etwa 200 Meter höher gelegenen Aussichtspunkt auf die spektakuläre Schlaufe der Donau hinab. Ich wusste ja, was mich erwartet. Und doch bin ich sehr beeindruckt von dem Anblick. Ruhig liegt der Fluss da mit seinem grün-braunen Wasser. “Ich muss diesen Weg fließen. Es ist richtig so”, teilt er mit, wenn man genau hinhört. Wenn man sie spürt, die Magie an diesem Ort.

Da schnauft es hinter mir. Eine Familie aus Bottrop ist eingetroffen und setzt sich erstmal auf die Bank. Die vier Ausflügler sind geschafft von dem halbstündigen, teilweise recht steilen Aufstieg an diesem Hochsommertag. “Erstmal hinsetzen”, murmelt die Mutter und kramt die Wasserflasche aus ihrem Rucksack. Die beiden Kinder im Grundschulalter hält es nicht lange auf der Bank, sie laufen an den vorderen Rand des Aussichtspunkts. “Echt cool”, lautet ihr Urteil. Ich mache mich unterdessen wieder auf den Rückweg. Dort, wo der Weg wieder aus dem Wald herauskommt, lädt die große Terrasse des Hotels Donauschlinge zur Rast ein. Sie bietet einen hervorragenden Blick auf den Fluss und auf die Anlegestelle Schlögen. Hier kommen Ausflugsschiffe aus Passau an. Mit einem solchen sind auch die Urlauber aus Bottrop in etwa zwei Stunden Fahrtzeit herübergekommen.

Auf der Terrasse stärke ich mich erstmal und bestelle Palatschinken mit Vanilleeis, Kaffee und ein großes Glas gespritzten Almdudler. Dann düse ich mit dem Opel Ampera, dem für die Tour gestellten Elektro-Auto, weiter zum nächsten Fluss, dem Inn. Eine Viertelstunde hinter Schlögen lohnt sich ein Zwischenstop, um das Stift Engelszell in Engelhartszell zu besichtigen. Von daaus ist es noch etwa eine Stunde Autofahrt bis zu der direkt am Inn gelegenen Ortschaft Schärding. Friedlich fließt der Inn an diesem späten Nachmittag. Die schon tiefer stehende Sonne lässt das Wasser silbrig glitzern. Kaum vorstellbar, dass der Fluss nur wenige Wochen zuvor noch mit zerstörerischer Kraft die Stadt überflutet hat. Mehr als einen Meter hoch stand das Wasser in der Altstadt.

Anlagestelle in Schärding

An der Anlegestelle in Schärding kümmert sich Kapitän Manfred Schaurecker persönlich um die Versorgung des Elektro-Autos.
Foto: Meike Nordmeyer

Ich steuere die Anlegestelle der Innschiffahrt Schaurecker an. Auf die etwa einstündige Schifffahrt freue ich mich schon. Doch erstmal brauche ich eine Möglichkeit, das E-Auto aufzuladen. Ich frage bei Kapitän Schaurecker nach. Elektrofahrräder ist er durchaus gewohnt. “Ein Elektro-Auto, na das ist ja mal was anderes”, sagt er gut gelaunt. “Warte mal, das organisieren wir rasch”, und schon läuft er los und holt eine Kabeltrommel. Ich setze den Wagen direkt vor die Anlegestelle, und dann kümmert sich der Kapitän höchstpersönlich um die Verbindung von der Steckdose an der Anlegestelle bis zum E-Auto. Auch das Einstecken des Ladesteckers am Wagen nimmt er selber vor – das lässt er sich nicht nehmen. Das Auto hupt kurz zufrieden auf und teilt uns auf diese Weise mit, dass der Ladevorgang läuft. Nun aber los aufs Schiff. Die anderen Gäste sind längst an Bord und warten. Doch keiner von ihnen ist ungeduldig. Warum auch?

Die Stadt Schärding im Innviertel

Knapp acht Wochen vorher noch starkt überflutet: Die Stadt Schärding im Innviertel. Foto: Meike Nordmeyer

Ganz gemächlich schippern wir nun durch das dicht begrünte Untere Inntal ein Stück Richtung Passau. Der Wald steht bis ans Ufer. Es geht vorbei an Kloster Vornbach, Burg Neuburg und Burg Wernstein am Inn. So lässt sich relaxen bei der Hitze. Die Bedienung bringt mir eine Johannisbeer-Schorle. “Jetzt ist er ganz ruhig, der Inn. Kaum zu glauben, was er in Schärding vor Kurzem noch angerichtet hat. Das ganze untere Stockwerk hatten wir überschwemmt. Das war schlimm. Und doch möchte ich nirgendwo anders auf der Welt wohnen”, sagt sie und schaut einen Moment lang versonnen aufs Wasser und auf die sich nähernde Stadt, zu der wir wieder zurückkehren.

Ausblick vom Stadthotel Schärding

Ausblick von meinem Zimmer im Stadthotel Schärding.
Foto: Meike Nordmeyer

Es ist erstaunlich, wie schnell es den Bewohnern von Schärding gelungen ist, die Schäden des Hochwassers weitgehend zu beseitigen. An manchen der farbig gestrichenen Bürgerhäusern verweisen Schmutzränder noch auf den hohen Wasserstand. An dem heißen Sommertag stehen viele Fenster in den Untergeschossen sperrangelweit offen, weil in den Gebäuden längst noch nicht alles wieder getrocknet ist. Doch viel mehr an Schäden ist beim Stadtrundgang zumindest am Äußeren der Häuser nicht mehr zu sehen. Die meisten Fassaden sind schon wieder frisch gestrichen. Die Silberzeile, die prächtige Häuserreihe am Oberen Stadtplatz mit ihren barocken Bürgerhäusern in Blau, Gelb, Grün, Rot und orangener Farbe leuchtet in der Abendsonne.

Und auch vom kleinen Fenster meines Dachzimmers im Stadthotel Schärding sehe ich noch die farbigen Giebel der Häuser und dahinter den Inn. Die Sonne ist gerade untergegangen, doch noch sind die Wolken und der Fluss von ihrem glühenden, orangefarbenem Licht erfüllt – ein gelungenes Finale für einen intensiven Tag an Donau und Inn.

© Text und Fotos von Gastautorin Meike Nordmeyer, www.meikemeilen.de


Weitere Informationen
Das Obere Donautal und der Donausteig
Hotel Donauschlinge
Stift Engelszell in Engelhartszell
Innschifffahrt Schaurecker
Schärding im Innviertel

Kooperationspartner der Bloggertour durch Oberösterreich: Energie AG

Mehr unter www.oberoesterreich.at