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Hademar Bankhofer

So schützen Sie sich vor der gefühlten Kälte des Winters

Der Winter konfrontiert uns sehr oft mit einer ungewöhlichen Situation: Es ist – dem Thermometer nach – gar nicht so kalt. Doch die meisten frieren ganz enorm. Man hat das Gefühl, dass es viel kälter ist. Wie versorgt man den Körper am besten von außen und von innen mit Wärme? Und: Wie kann man sich vor dem frostigen Frieren, das bis in die Knochen geht, schützen? Man muß etwas tun, weil Frieren unsere Immunkraft schwächt und die Infektanfälligkeit enorm erhöht. Ich möchte Ihnen daher einige Tipps geben:

Tragen Sie bequeme, warme Schuhe. Wenn jemand mit kalten Füßen etwa eine Stunde draußen frierend unterwegs ist, dann sinkt die Temperatur in der Mundhöhle um 2 bis 3 Grad Celsius. Das ist eine kleine Klimakatastrophe für den Organsimus. Sofort sinkt die Immunkraft, weil die Schleimhäute im Mund und im Rachen austrocknen, schlecht durchblutet sind und sich nicht mehr wirkungsvoll gegen Viren und Bakterien wehren können.

An kalten Tagen unbedingt eine Kopfbedeckung aufsetzen. Der Körper verliert über die Schädeldecke sehr viel körpereigene Wärme. Wenn sie nicht schnell gnug nachproduziert werden kann, dann sinkt die Immunkraft. Es steigt die Gefahr für Nebenhöhlen-Entzündungen.

Wichtig sind auch ein Schal oder ein Rollkragenpulli. Es geht dabei nicht so sehr vorne um den Hals, sondern hinten um den Nacken. Hier hat der Mensch eine Schwachstelle, die sogenannten Windpunkte. Wenn hier Kälte, kalter Wind und Nässe auftreffen, sinkt die Immunkraft.

Wie kann ich gegen das Frieren erfolgreich ankämpfen, wenn die Kälte den Rücken hochkriecht? Die beste Waffe gegen das Frieren ist Wärme. Sie sollten diese Wärme genau dort einsetzen, wo die Kälte meistens auftritt. Nämlich meistens im Rücken. Das geht einfacher als sie denken:

o Füllen Sie eine Gummiwärm-Flasche, die man unbedingt in der Hausapotheke parat haben sollte, mit nicht zu heißem Wasser, damit es keine Verbrennungen auf der Haut gibt. Setzen Sie sich bequem in einen Polstersessel und legen Sie die Wärmflasche an den Rücken, genau dort, wo Sie das fröstelnde Gefühl am intensivsten verspüren. Sie werden nach wenigen Minuten merken, wie Sie sich wieder kräftig fühlen, wie es mit Ihnen wieder bergauf geht.

o Oder gießen Sie in einen Eimer 6 bis 7 Liter so warmes Wasser, verrühren Sie darin eine Hand voll Salz und nehmen Sie 20 Minuten lang ein Fußbad. Wenn Ihnen dabei sehr warm wird, sollten die Sie Füße aus dem Wasser nehmen, abtrocknen und mit der Wärmflasche ins Bett gehen, ruhen. Das gibt dem Immunsystem neue Kräfte. So kann es besser mit Viren und Bakterien fertig werden. Wichtig ist, dass bei diesem Fußbad auch die Waden unter Wasser sind. Nur dann macht diese Wärme-Therapie Sinn. Besonders wirksam gegen eine beginnende Erkältung ist ein ansteigendes Fußbad. Die Anfangs-Temperatur des Wassers sollte 35 bis 37 Grad Celsius betragen. Stellen Sie ein Gefäß mit zusätzlichem heißem Wasser bereit und gießen Sie davon immer wieder etwas ins Fußbad. Die Temperatur sollte binnen 15 Minuten auf 39 bis 42 Grad Celsius ansteigen.

o Eine wunderbare Hilfe gegen das Frieren ist ein Wannenbad mit Latschenkiefer-Badeöl oder mit Rosmarin-Öl. Nach dem Bad ist es wichtig, dass man ein bis zwei Stunden im Bett ruht.

o Auch Ingwer-Tee liefert von innen her schützende Wärme. Und er ist so einfach zuzubereiten. 5 dünne Scheiben von einer frischen Ingwer-Wurzel in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser aufgießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Dann die Ingwer-Scheiben in der Tasse lassen, etwas frischgepreßten Zitronensaft dazugeben. Nicht zu heiß, eher lauwarm trinken.

o Auch regelmäßige Besuche in der Sauna oder in der Infrarot-Kabine schützen vor Frieren und heizen den Körper rasch wieder auf.

Ich hoffe, Ihnen ist warm geworden. Wenn Sie selbst noch nützliche Tipps haben, lassen Sie mich und die Leser unseres Blogs daran teilhaben.
Ich freue mich von Ihnen zu lesen.

Ihr Hademar Bankhofer
Mehr Infos und Tipps gibts auch unter: www.prof.bankhofer.at

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