Archiv für Februar 2012
Jede Menge Stars am Culinary Art Festival
In wenigen Tagen findet in Linz das fünfte Culinary Art Festival statt. Ein Ereignis, das sich vor allem in den letzten drei Jahren zu einem der wichtigsten Kulinarik-Festivals in Europa entwickelt hat. In Österreich zählt es bereits zur glanzvollsten Genuss-Veranstaltung seiner Art. Vom 19. bis 24. März laden 12 international bekannte Köche ein, fast alle mehrfach ausgezeichnet mit Hauben und Michelin-Sternen. An sechs Abenden und an 12 verschiedenen Locations wird aufgekocht. „Unser“ TV-Koch Mike Süsser verwöhnt seine Gäste am Freitag, 23. März im Linzer Arkadenhof. Dazu wollten die Blooegger Genaueres von Mike wissen:
Die Blooegger: Herr Süsser, Sie sind einer der Star-Köche am Culinary Art Festival. Was gefällt Ihnen an diesem Festival?
Süsser: Ich finde es toll, wenn eine Stadt wie Linz so ein eigenes Festival feiert. Kochen und Kulinarik sind im Trend. Da mitzumachen, noch dazu auf einem so hohen Niveau, tut der gesamten Region gut.
Die Blooegger: A propos Region: Zu Ihrem Ruf gehört ja auch das Stichwort „regiofresh“? Was ist damit gemeint?
Süsser: Ich versuche immer, einen Part der Region in meinen Rezepten einzuarbeiten. Frische Zutaten aus Oberösterreich, da gibt es zu jeder Jahreszeit viel Leckeres! Die Gerichte können dann durchaus international angehaucht sein. Zum Beispiel beim Festival, da wollen die Leute auch einen Hauch der weiten Welt spüren. Und das geht mit regionalen Schmankerln wunderbar, man muss halt pfiffig sein:-)
Die Blooegger: Sie wurden in Norddeutschland geboren. Seit wann leben Sie in Oberösterreich?
Süsser: Seit 11 Jahren bin ich in Scharnstein. Und ich lebe mit vollem Herzen hier. In Scharnstein habe ich auch mein Kochstudio.
Die Blooegger: Seit wann kochen Sie eigentlich, war das schon immer Ihre Leidenschaft?
Süsser: Wenn ich meiner Mutter glauben darf, ja! Eigentlich wollte ich, wie wahrscheinlich alle norddeutschen Jungen, Matrose werden. Aber nachdem ich am Schiff ständig in der Küche herumgeschlichen bin, meinte mein Chef, ob ich meinen Beruf vielleicht überdenken sollte. Was ich getan habe:-)
Die Blooegger: Letzte Frage: Worauf freuen Sie sich beim Culinary Art Festival?
Süsser: Dass ich 120 Gäste glücklich machen kann:-)
Noch ein Hinweis: Mike Süssers zweites Kochbuch “Aufgegabelt” ist mit der Silbermedaille als Europas zweitbestes Regionalkochbuch ausgezeichnet worden.
Linz-Premiere auf Tourenskiern
Täglich grüßt der Pöstlingberg (535 m), seit kurzem wieder in strahlendem Weiß. Natürlich kann ich konzentriert arbeiten, selbst wenn ich beim Fenster rausschau und mir vorstell, wie das wär, einmal da runterzuschwingen…
- Frische Spuren im Schnee, auch in Linz. © Kierner
- Kurzausflug mit großem Fun-Faktor: die Skitour vor der Haustür. © Kierner
- Gemütlicher Anstieg über die Moarwiese, die Walfahrtskirche am Pöstlingberg im Blickfeld. © Kierner
Die kurze Vor-Frühstücks-Skitour mit Kollegin Sigrid war dann auch supergenial, besser als in der Vorstellung. Ein gemütlicher sanfter Anstieg vom Petrinum weg, nach oben die Walfahrtskirche im Blickfeld, nach unten die Stadt, die langsam im Morgenrot aufwacht. Abfellen beim 8-Uhr-Läuten, in munterer Morgenlaune über die Moarwiese springen, damit der pulvrige Schnee auch staubt und du nicht einfach mittendrin stehenbleibst, weil das Gelände doch nicht immer wirklich steil ist. Und rechtzeitig zum ersten Termin startest überdreht und voller Energie in den Arbeitstag. Was für ein Wintersportparadies direkt vor der Haustür!
Kryptisches auf meinem Kalender…
Ich geb’s zu – ich gehöre noch der Spezies Mensch an, die – neben dem unausweichlichen digitalen – auch noch einen physischen Kalender besitzen. Dieser findet sich in Form eines Steh-Kalenders auf meinem Schreibtisch wieder und enthält nicht nur klassische berufliche Termine sondern auch das eine oder andere an zusätzlichen Informationen, beruflich und privat, mich oder auch andere Menschen in meiner näheren Umgebung betreffend.

Bei genauerem Durchsehen der Einträge dieser Woche fällt mir eine kryptische Botschaft beim Samstag auf: „WWD“. Da muss ich zuerst mal überlegen, was ich mir damit wohl sagen wollte… Stimmt! Jetzt weiß ich’s wieder! …und fange an zu grinsen und mich zu freuen! Ja, unser „women wellness day“ steht an! Mit meiner Schwester und Freundinnen mache ich mich im Winter – und dazu gibt’s sogar einen eigenen Winter-Wellness-Termin-Plan! – einmal im Monat einen Samstag lang auf um mir Gutes zu tun.
Dabei werden immer Wellness-Tempel in der näheren Umgebung angepeilt, denn schließlich wollen wir den Tag mit Sauna, Plantschen, Massage und Co. verbringen – und nicht mit langen, ermüdenden Auto-Fahrten.
Die Auswahl ist groß in Oberösterreich (siehe www.gesundheitsurlaub.at) – so groß, dass wir diesmal noch immer nicht wissen, wo genau es uns hinverschlagen wird: in eine der Thermen?, in ein gemütliches Wellness-Hotel mit Tagesangebot? – Es wird sich weisen. Aber egal wo auch immer wir den Samstag verbringen werden: ich weiß jetzt schon, dass „WWD“ bestimmt bald wieder in meinem Kalender auftauchen wird…
Speckknödel aus dem Backrohr – ein Lieblingsgericht aus dem Böhmerwald
Haben Sie gewusst, dass ein gebackener Knödel nie gekocht wurde? Jaja, das sagt schon der Name, meinen Sie? Dennoch glauben viele, der Knödel werde vorher gekocht und dann erst überbacken. Zwei, die’s wissen müssen, im Gespräch: Knödelwirt Diendorfer und Speck-Experte Haudum.
Sommerglück: Herr Diendorfer, Sie haben jede Menge Knödel auf der Speisekarte. Wie kommt der Speckknödel an?
Diendorfer: Sehr gut! Er führt die Knödel-Hitparade:-)
Sommerglück: Was ist das Geheimnis eines gelungen Speckknödels? Haben Sie Tipps für unsere Leser?
Diendorfer: Basis ist ein Erdäpfelteig. Da nimmt man natürlich mehlige, kocht sie frisch und verarbeitet sie dann gleich.
Haudum: Wenn man ein wenig Topfen dazu gibt, werden die Knödel sämiger.
Diendorfer: Und der Speck ist wichtig, eigentlich das Wichtigste! Wir kaufen aus der Umgebung rohes Fleisch, lassen ihn selchen, noch wie damals, mit bestem Holz. Wir verwenden nur Bauchspeck, der ist am saftigsten.
Haudum: Ja, am besten ein Wammerl, das ist eine Spezialität.
Sommerglück: Herr Haudum, Sie haben eine eigene Speckwerkstatt und machen den Speck auch selbst.
Haudum: Ja, wir haben acht verschiedene Specksorten in unserem Sortiment. Die Leute kommen gerne, machen eine Verkostung, schauen sich die Selcherei an und wie wir damit arbeiten.
Sommerglück: Gibt’s noch andere übergossene Knödel?
Haudum: Ja, wir backen auch die Zwetschkenknödel und übergießen sie. Da schneiden wir dann in das Rahm-Eier-Gemisch noch zusätzlich Zwetschken rein.
Sommerglück: Überbackene Knödel sind eine Spezialität aus der Region, oder?
Diendorfer: Ja, die gibt’s nur im Böhmerwald. Dafür aber schon seit es Aufzeichnungen über die Küche dieser Region gibt:-) Bei uns seit 1954.
Sommerglück: Abschließende Frage: Wie schmeckt der gebackene Speckknödel am besten?
Haudum: Frisch aus dem Ofen, da ist der Aufguss noch ganz flaumig. Mit Sauerkraut, Kartoffeln und einem guten Bier.
Mehr Infos zum Genuss in Oberösterreich finden Sie hier.






