Archiv für die Kategorie „Berge“
Wo bleibt der Schnee?
Ich möchte nicht in den Chor der Jammerer einstimmen, wo denn heuer der Schnee bleibt. Auf die vielen Wintersport-Arten im Schnee müssen nicht nur wir hier in Oberösterreich vermutlich noch ein bisschen warten, aber was lange währt, wird sicher gut!

Macht so ein Bild aus dem letzten Jahr nicht Lust aufs
Schifahren? Zum Gusto holen ist das ja erlaubt … ![]()
Also üben wir uns in Geduld und hoffen auf Schneefall oder
zumindest auf tiefe Temperaturen, damit der Schnee wenigstens aus
“den Kanonen kommt”. Wenn der Schnee dann da ist, werde ich die Qual der Wahl haben – wo soll es denn zum Schifahren hingehen?
Hier eine Entscheidungshilfe: Wintersport in Oberösterreich
Trotz der doch recht hohen Temperaturen gibt es aber einen Platz in Oberösterreich – genauer gesagt (oder vielmehr geschrieben) in Linz, wo der Winter und mit ihm das Eis bereits Einzug gehalten haben.
Der Eisrausch – ein Eislaufplatz (bei freiem Eintritt) über den Dächern von Linz!
Einfach berauschend! Mehr unter Eisrausch
Das ist Winter in Oberösterreich!
Käse frisch von der Alm
Der wechselhaften Witterung an den Wochenenden trotzend, haben wir uns kürzlich über den „Normalweg“ (Bodinggraben/Molln) zum Trämpl (1.424 m) aufgemacht. Wir kennen den Berg als beliebtes Skitourenziel, grad recht für den leichten Saisonauftakt. Scheint aber auch im Sommer seinen Reiz zu versprühen – obwohl’s regnet und wir einsame Sonntagswanderer waren. Und auch die einzigen Einkehrer auf der Ebenforstalm (1.100 m). Von der herrlichen Aussichtslage und der umliegenden Wollgras-Hochmoor-Landschaft, von der unsere Botanikerfreunde schwärmen, gab’s an diesem Tag weniger zu sehen. Dafür umso mehr zu verkosten: Schließlich wird die Milch der Almkühe hier vor Ort frisch weiterverarbeitet – zu gschmackiger Butter, kernigem Topfen, mildem und kräftigem Käse und (wenn ich nur aufhören könnt) zu ofenwarmem Topfenstrudel.
Natürlich haben wir uns durch’s ganze Sortiment gekostet und die Zeit für ein anregendes Gespräch mit den Bauersleuten genutzt. Über die Almwirtschaft und die harte Handarbeit, über gute Rohstoffe und gesunde Nahrungsmittel, aber auch über den Wandel der Zeit, über Massentourismus und „Jausenstationen“ in den Bergen, die von der Ursprünglichkeit einer Almlandschaft leider oft einbüßen mussten.
Fazit: Kulinarisch und gedanklich anregend. Wir kommen wieder!
Kleine Stars am Wegesrand
Die Wanderung auf den Kleinen Pyhrgas zählt wohl zu den beliebtesten Tagestouren im Pyhrn-Priel Gebiet. Das merkt man an sonnigen Wochenenden spätestens bei den sehr gut besuchten Almen. Obwohl’s natürlich verständlich ist, zumal die Kombination aus „ausreichend sportlicher Bewegung + großartiger Aussicht + Herzlichkeit der Hüttenwirte + guuutes Essen = gelungener Tagesausflug“ nicht überall so perfekt gegeben ist wie hier. Selbst wenn binnen weniger Stunden feinste Verpflegung für viele hungrige Wandersleut aus der kleinen Küche hervorgezaubert werden muss. Da wär’s schon lässig, auch mal während der Woche verweilen zu können für einen leckeren Kaiserschmarrn …
Bei meiner jüngsten Wanderung hab ich mich allerdings ausnahmsweise mal weniger aufs Kulinarische und mehr auf die kleinen heimischen Stars am Wegesrand konzentriert. Hier ein Einblick …
Die Trollblume (Trollius europaeus, auch als Butterblume bekannt) gehört zu den Hahnenfußgewächsen, kommt bei uns sehr häufig vor.
… ebenso die Enziane (Gentiana). Einige Arten werden zur Schnapsherstellung und zur Gewinnung von Heilmitteln genutzt, sagt Wikipedia. So so, meinten die KollegInnen
Kann mir bitte jemand sagen, wie diese wuscheligen Wolldinger hier heißen?
Der Alpensalamander mag feuchte Almwiesen und vor allem – ganz im Gegensatz zu mir – den Wanderweg nach Regen …
Und für alle, die noch nicht genug haben: diese Edelweiß wachsen im „Alpengarten“ am Balkon. Da stellt sich jetzt die Frage, ob ich überhaupt wandern war oder doch nur faul daheim … ?
Raus aus dem Nebel!
Hin und wieder einfach mal weg in eine Welt, die man inmitten der weltcuptauglichen Snow & Fun-Skigebiete kaum vermuten würde!
Das Tote Gebirge in Oberösterreich ist eines der traumhaftesten Skitourengebiete Österreichs und aufgrund seiner Top-Erreichbarkeit auch für “Zentralräumler” immer ein heißer Tipp!
Unsere letzten beiden Touren führten uns auf den Scheiblingstein und den Stubwieswipfel, beide in der Region um Spital am Pyhrn.
Während man auf den Parkplätzen noch glaubt, in großer Gesellschaft die Gipfel zu erklimmen, verläuft sich die Menge der Tourenfreaks dann bald mal im Gelände und dem Genießen der Stille und der Unberührtheit der Natur steht nichts mehr im Wege!
Das Einkehren auf den urigen Hütten nach vollbrachter Arbeit ist natürlich ein Highlight und auch eine oberösterreichische Spezialität!
Und hin und wieder denken wir dabei auch an die im Nebel Zurückgebliebenen, während wir mit der verdienten Jause den Tag ausklingen lassen!
Ab auf die Piste! – Skigebiete starten dieses Wochenende
Frau Holle bringt Oberösterreichs Wintersportfans heuer ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Die gesunkenen Temperaturen und die ersten Schneeflocken der vergangenen Tage haben die Skigebiete die Vorbereitungen für die Saisoneröffnung so richtig anlaufen lassen. 
Am Hochficht im Böhmerwald liegen zum Beispiel schon 35 cm der weißen Pracht. Gleichzeitig laufen die Beschneiungsanlagen auf Hochtouren. Der Start in die Wintersportsaison erfolgt im nördlichsten Skigebiet Oberösterreichs jedenfalls am 4. Dezember mit Teilbetrieb.
Im Weltcup-Skigebiet Hinterstoder und auf der Wurzeralm in Spital am Pyhrn erhalten die Pisten derzeit ebenfalls den letzten Schliff, bevor am 4. und 5. Dezember auch hier das große Skiopening-Wochenende ins Haus steht.
Selbstverständlich feuern auch in Oberösterreichs größtem Wintersportgebiet, der Skiregion Dachstein West, die Schnee-Erzeuger aus allen Rohren. Ab dem 4. Dezember gibt’s rund um Gosau, Russbach und Annaberg durchgehenden Pistenspaß.
Am Kasberg sperren am Wochenende 4. -5.12. die Lifte auf. Durchgehender Betrieb ist dann am 8.12.
Ab 18. Dezember ist übrigens wieder grenzen-lose Freiheit für Freerider angesagt – zu diesem Termin startet die Freesports Arena Krippenstein in die Wintersaison 2010/11.
Mehr Infos: www.wintersport.at
Schneestapfer auf die Kremsmauer
In den letzten Tagen hat’s unsere Bergwelt schon ordentlich angezuckert und die Vorfreude auf‘s Skitourengehen steigt! Für die Brettln ist es allerdings noch viel zu wenig, fürs Schneestapfen grad recht.
Im kühlen Morgenschatten geht es hinter Steyerling also los und schon bald gibt’s zum bunten Herbstlaub auch die erste Schneedecke. Die ist am Forstweg superlustig, auf dem steilen Wald- und Wiesenstück später dann nicht mehr ganz so erfreulich. Zwei Schritte rauf, einer retour … und meine beiden Wanderfreunde Sabine und Peter schimpfen wie zwei Spatzen. Vor dem letzten felsigen Anstieg machen die Beiden denn auch kehrt, während ich flott den teilweise knietiefen Spuren zum Gipfel (Kremsmauer, 1.604m) folge – ich hab ja einen Trainingsauftrag
. Der kurze Anstieg hat sich aber durchaus gelohnt – oder seht ihr das auf diesem Foto anders?
Am Retourweg hol ich die beiden Spatzen übrigens – dank Zeitersparnis durchs Schneefeldrutschen – bald wieder ein.
1.000 HM, 2 h 30 min.
Altweibersommer am Großen Pyhrgas
Schönwetterperiode während der Woche. Das schreit nach spontanem Zeitausgleich!
Kurzfristig hab ich eine Freundin angerufen, im Büro alles umorganisiert und vorbereitet – und nach kurzer Tourenplanung geht’s am Mittwoch-Morgen (ebenso früh wie sonst ins Büro) schon ins Pyhrn-Priel-Gebiet. Eine genussvolle Tour soll‘s sein mit toller Aussicht, also raus aus dem Baum- und Latschengemüse, nicht länger als 3 Stunden Gehzeit zum Gipfel (das verlangt der Freundin noch-nicht-sicher-bin-ob-schon-wieder-ganz-ok-Knie) und zwischendurch wollen wir eine Hütte, da sind wir uns einig.
Vom Parkplatz vor der Bosruckhütte, kaum über 1.000 HM gelegen, brechen wir bei noch frischen
Herbsttemperaturen auf zum Gr. Pyhrgas. Knapp eine Stunde später, am Sattel Richtung Hofalm, begegnen wir den ersten Wanderern und freun uns noch, dass „nur wir“ die geniale Idee mit Zeitausgleich hatten. Weitere zwei Stunden später, die wir durch Latschen, Kalkgestein und über Almwiesen rasch aufwärtsgezogen sind, kommt die Ernüchterung. Am Gipfel (Gr. Pyhrgas, 2.244 m) herrscht ausgelassene Volksfeststimmung!
Da sind die knorrigen Senioren, die über jahrzehntelange Bergerfahrung fachsimpeln und jeden umliegenden Gipfel (zu) kennen (glauben). Da sind die dienstfrei-habenden
Krankenschwestern, die ihre Jause mit den Dohlen teilen; die Kollegen, die beim Abteilungsausflug die sportliche Gipfelvariante wählten, während die anderen noch auf der Hütte warten und die ehrgeizigen Läufer, die kurz mal Arbeitsunterbrechung einlegen. Und wir mittendrin! Rasch an die Heiterkeit und die ungewöhnliche Lautstärke gewöhnt, genießen wir die Fernsicht – vom Gesäuse über’s Tote Gebirge rüber zum weiß blitzenden Dachstein, rein in die Steirische und Salzburger Bergwelt bis hin zum mächtigen Großglockner. So lässt sich die Mittagspause gut aushalten
Über’n Hofersteig klettern wir später runter zum Rohrauerhaus, wo die wortwitzige Hüttenwirtin frischen Zwetschkenkuchen für uns gemacht hat. Ist ihr auch nicht zu blöd, für meine Getränke- und Kuchenbestellung mehrmals hin- und herzurennen, nur weil ich mich nicht gleich entscheiden kann ….
Genießertour Traunstein
Einmal im Jahr muss er sein, der Traunstein. Der ist immer eine gute Wahl, weil: a) der Topfenstrudel auf der Gmundner Hütte lecker und b) der Traunsee nach der Wanderung erfrischend ist.
Aufstieg übern Hernlersteig bis zum Traunstein-Gipfel (1.691m) in unter drei Stunden. Persönliche Bestzeit (vielleicht auch, weils temperaturtechnisch am Steig noch seeehr angenehm war) wird nach dem Gipfelgruß auf der nahen Gmundner Hütte gefeiert. Dafür dauert der Abstieg übern Naturfreundesteig (heute erstmals von oben nach unten), Mittagshitze lässt grüßen, fast ebenso lang. Und es waren wohl auch die tiefen Ein-/Ausblicke auf Steig & See, die uns so oft inne halten, Sonne & Energie tanken und „ma so schen“-rufen ließen. Besonders gut gefällt mir ja diese Tourenbeschreibung: „Der Naturfreundesteig bleibt sportlich bis zum letzten Meter: Drahtseilversicherungen, Eisenleitern, Klammern waagerecht über eine Felswand mit 15m Luft unter den Sohlen ….“ – und das heute quasi als Rückwärts-Premiere von oben nach unten. Hat mir gut gefallen!
1.300 HM, 2 h 55 min
… und leider hab ich heuer meine Kamera vergessen, um euch zu zeigen, wie schön es war. Das hol ich dann im nächsten Jahr nach
10-Seen-Panorama-Rundblick
Der Gipfelblick vom Schafberg ins umliegende Seen-Land ist genial! Das wissen selbst die vielen Touris, die mit der Bahn rauf kommen und in Halbschucherl und mit sündteurer Fotoausrüstung ziemlich verwundert schaun, wenn du verschwitzt und durstig von der anderen Seite durch die Himmelspforte steigst.
Diese Tour ist perfekt für heißes Sommerwetter, selbst wenn der Rundumblick von Wolfgang- über Fuschl- und Mond- bis hin zu Atter- und Schwarzensee etwas diesig ausfällt. Schon beim Aufstieg durch die rauschende Burggrabenklamm schaust ständig nach geeigneten Platzerl zum Abkühlen und auf der Eisenaueralm sorgt die Buchberghütte für vorzügliche Erfrischung. Nach einem kurzen Waldstück ist’s dann allerdings vorbei mit Schatten, noch dazu zieht der Weg hier ziemlich steil an.
Und in knapp vier Stunden stehen wir am Gipfel des Schafberg (1.782 m). Zusammen mit zig Ausflüglern aus aller Welt. Wobei sich unsere Wege rasch wieder trennen. Die einen spazieren in den Gastgarten, wir über den Purtschellersteig runter zum Mönichsee und über Mittersee (Kaulquappen-Luxusherberge und persönlicher Glücksplatz) und Suissensee wieder retour zur Eisenaueralm … und so weiter, bis wir schließlich im Attersee doch noch den erfrischenden Kick finden.
1.300 HM, 3 h 45 min
Aussichtsreicher Schafluckensteig
Obwohl wir gestern Abend noch bei der Ü33-Party (ich gebs ja nur ungern zu) am Traunsee abgefeiert haben, starten wir heute schon recht früh los. Der flotte Spaziergang am Waldweg bis ans Ende des Hinteren Langbathsees ist grad das richtige Munter-Werden-Programm für mich. Und fast hätte ich auch das Schild, das den Schafluckensteig “nur für Geübte“ ankündigt, übersehen ….
Dafür geht’s ab jetzt recht zügig bergauf. Der Ausblick am seilversicherten Stück wird immer sonniger und knapp drei Stunden später, nach erholsamer Waldetappe und letztem Anstieg in brütender Sonntagshitze, suchen wir am Brunnkogel-Gipfel (1708 m) vergebens um Schatten. Die Vorfreude aufs erfrischende Nachmittagsvergnügen wird beim Rundumblick (Attersee, Langbathsee, Traunsee) und dem Rucksack-Inhalt (heute Bikini statt Jause) ohnehin schon immer größer. Da hat Frau ja wieder mal richtig vorgesorgt
Aussichtsreich ist diese Tour also in mehrfacher Hinsicht: Nebst dem feinen Rundumblick ins Alpenvorland & Salzkammergut wirst zum Abschluss auch noch mit Badevergnügen belohnt …
1.050 HM, 2 h 45 min




