Archiv für die Kategorie „Genussland“

PostHeaderIcon Genusslandtour 2013

IMG_3247.JPGHaben Sie am Samstag, dem 22. Juni 2013 schon etwas vor? Wenn Sie die Teilnehmer der Genusslandtour beim Radeln und Wandern in einer herrlichen Landschaft anfeuern möchten und genussvolle Stärkung mit hochwertigen, regionalen  Lebensmitteln  schätzen,  schauen Sie bei der Genusslandtour 2013 in Haibach ob der Donau vorbei.

Genuss ist garantiert. Start- und Zielpunkt ist das Restaurant ”Hoamat“ (Hinterberg 9, 4083 Haibach ob der Donau).

 

Hier finden Sie weitere Informationen 

 

 

PostHeaderIcon Genussland Oberösterreich bei den Fine Food Days 2013

Vom 25. bis 27. Januar 2013 finden zum zweiten Mal die FineFoodDays im Design Center Linz statt – zeitgleich mit der Ferien Messe Linz.

"Kostbares" aus dem Genussland Oberösterreich

“Kostbares” aus dem Genussland Oberösterreich

 

Der “Marktplatz für Genießer”, auf dem sich das Genussland          Oberösterreich und die GenussRegionen Österreich mit einigen ausgewählten Spitzenproduzenten präsentieren, hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Die Aussteller bieten “Kostbares” aus bäuerlicher Produktion und gewerblichen Lebensmittelmanufakturen. Live Kochshows mit den Spitzenköchen Mike Süsser und Stefan Marquard stellen kulinarische Spezialitäten mit heimischen Lebensmitteln in den Mittelpunkt. 

 

 

Annemarie Pum, die “Iss österreichisch-Botschafterin”, bietet 2 Workshops an und gibt gute Tipps zur Verwendung saisonaler Lebensmittel.
Freitag, 25.1.2013 (16-17 Uhr)
Samstag, 26.1.2013 (14-15 Uhr)

Anmeldungen zu den beiden Workshops – die übrigens kostenlos sind – unter www.genussland.at

 

PostHeaderIcon Das Lieblingskekserl der Oberösterreicher

Mostkeks - Rezept von Ingrid Pernkopf

Mostkekserln

Ich wäre ja jede Wette eingegangen, dass das Lieblingskekserl der Oberösterreicher das Linzer Auge ist – oder zumindest wie in vielen Teilen Österreichs – das Vanillekipferl.

So kann man sich (bzw. ich mich) irren …

Im Mostland Oberösterreich ist das Mostkeks der Sieger geworden! Mit einem köstlichen Rezept der Star-Köchin Ingrid Pernkopf hat es das Mostkeks geschafft, die anderen Favoriten im wahrsten Sinne des Wortes auszustechen.

Für Genießer und alle, die es noch werden wollen, hier das Rezept des Siegerkeksleins:
Mostkekserl – Rezept von Ingrid Pernkopf

 

PostHeaderIcon Die neue “Bierviertel Selection” ist da

Bierviertel Selection 2012

Die Spezialitäten aus der Bierviertel Selection 2012:

Hofstetter Imperial Stout: Eine fast schon in Vergessenheit geratene Bierspezialität mit dem einprägsamen Charakter vollreifer Aromen dunkler Beerenfrüchte.
Brauerei Hofstetten

Schlägl Edle Reserve: Ein besonderes Bockbier für besondere Gaumenfreuden: Eine prächtig goldene Färbung und der aromatische Duft von hochwertigem Malz.
Stiftsbrauerei Schlägl

Freistädter Jahrgangsbock: Eine große Komposition in kräftigem Bernstein-Kupfer: Opulente Noten von Dörrobst und reifen Früchten servieren der Nase eine eindrucksvolle Ouvertüre.
Braucommune in Freistadt

Bierviertel – Weltmeister – Pokal: Das Glas wurde von Karl Schiffner speziell für das Verkosten von Bier entwickelt und ist im Biergasthaus Schiffner, sowie in den einzelnen Brauerei-Shops erhältlich.
Biergasthaus Schiffner

 

PostHeaderIcon Jedes Jahr neue Raritäten aus dem Bierviertel.

Kennen Sie das Bierviertel? Ja, genau! Das Mühlviertel hat diesen Beinamen, bereits seit vielen Jahren. Und wissen Sie auch warum? Umsonst kommt dieser Name nämlich nicht. Zum einen hat Karl Schiffner 2009 den Titel der ersten Biersommelier-Weltmeisterschaft ins Mühlviertel geholt. Das alleine reicht aber noch nicht für das „Bierviertel“. Gleich drei private Brauereien gibt es im hügeligen Hopfenland: die Stiftsbrauerei Schlägl, die Braucommune in Freistadt sowie die Brauerei Hofstetten. Sie zusammen arbeiten in einer engen Kooperation, um dem Bierliebhaber echte Genüsse zu verschaffen. Von Verkostungen bis zu besonderen Bierspezialitäten. Ein neuer Höhepunkt ist die Bierviertel-Selection: drei Bier-Raritäten aus den Mühlviertler Brauereikellern und ein von Schiffner persönlich designtes Degustationsglas in einer Geschenkebox. Frau Haindl von der Stiftsbrauerei Schlägl weiß, welche Schätze sich in der Box verbergen.

Die Bierselection umfasst besonders feine und im Handel bisher nicht erhältliche Bierraritäten für Genießer und Kenner. Die erste Bierselection wurde 2011 zusammengestellt und ist ein großer Erfolg. Darin finden sich folgende Spezialitäten, alle in den eigenen Mühlviertler Langhals-Flaschen:

Die Geschenkbox Bierselection. Fotorechte: Stiftsbrauerei Schlägl

Die Geschenkbox Bierselection. Fotorechte: Stiftsbrauerei Schlägl

-       das Abtei Bier von Schlägl: mild-fruchtiges Aroma, dezente Hopfennoten, spritzig im Antrunk mit weichem, sämigen Körper

-       das Elixier aus Freistadt: antik-bronzene Farbe mit leuchtendem Schimmer, ein Jahr auf Hefe gelagert, muskulöser Körper, anhaltender Genuss

-       Granit Bock-Reserve aus Hofstetten: in 120 Jahre alten Steintrögen gegoren, Malzmischung für vollmundigen Karamellgeschmack, ein Starkbier mit fruchtig-estrigen Dörrpflaumen-Aromen

Klingt verlockend! Aber selbst wenn man noch kein Bier-Sommelier ist, wird man diese edlen Biere zu schätzen wissen. Versuchen sollte man solche Raritäten auf jeden Fall einmal, damit man schmeckt, dass Bier nicht Bier ist. Die Bierselection wird übrigens jedes Jahr neu bestückt. Die Selection 2012 gibt es ab September. Wieder mit ganz seltenen und erlesenen Spezialitäten. Ein Anruf bei den beteiligten Brauereien genügt, schon kommt die Selection ins Haus. Prost!

PostHeaderIcon Prost & Mahlzeit: Knödelfestival in der Brauerei Schloss Eggenberg

Knödel- und Bierliebhaber aufgepasst: der absolute Genuss-Höhepunkt naht! Beste Knödel in Hülle und Fülle und besondere Bier-Erlebnisse warten am 16. September in Vorchdorf. Beim dritten Knödelfestival in Oberösterreichs größter Privatbrauerei Schloss Eggenberg. Quasi das Schlaraffenland für alle Liebhaber von Knödel und Bier. Stefan Freilinger von Schloss Eggenberg erzählt mehr.

Sommerglück: Das Knödelfestival war die letzten beiden Male ein großer Erfolg. Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie heuer?

Freilinger: Bei Schönwetter bis zu 3.000 Personen. Die letzten beiden Male platzte das Schloss aus allen Nähten.

Eine beliebte Pilgerstätte für Knödelliebhaber – das Knödelfestival in Vorchdorf, Rechte: Brauerei Schloss Eggenberg

Sommerglück: Was darf man sich da so erwarten?

Freilinger: Alles:-) Die besten Seminarbäurinnen, Gastronomie-Köche und Fleischhauer kochen ordentlich auf! Es wird cirka 20 verschiedene Knödelspezialitäten geben. Von den Klassikern über vegetarische und Bio-Knödel bis hin zu besonderen Spezialitäten, wie etwa der Mangaliza Wollschweinknödel auf Safrankraut oder der Traunseefischknödel mit Rahmkürbis oder etwa ein Wildschützknödel, der eigens für unser Herbstbier kreiert wurde.

Sommerglück: Ein Wildschützbier?

Freilinger: Ja! Von Seiten der Brauerei ist das ein weiterer Höhepunkt am Knödelfestival, weil wir das Wildschützbier erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Aber es sind auch viele andere Bier-Spezialitäten zu verkosten. Natürlich gibt es ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Groß und Klein. Zum Beispiel ein Kinder-Animationsprogramm, ein Geschicklichkeitsschießen für die vielen Wildschütze unter uns, gratis Brauerei-Führungen und als Start der Knödelfrühschoppen mit Gerstlmusik aus Scharnstein. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Da fällt mir noch etwas ein: Ein Höhepunkt sind sicher, vor allem für Kinder, die Zwetschkenknödel aus dem “Knödelautomaten”!

Viele Klassiker und kulinarische Spezialitäten warten, Rechte: Brauerei Schloss Eggenberg

Viele Klassiker und kulinarische Spezialitäten warten, Rechte: Brauerei Schloss Eggenberg

Sommerglück: Das Genussland Oberösterreich hat diesen Sommer ja einen Knödelwettbewerb ausgeschrieben. Der Siegerknödel wird ebenfalls an diesem Tag prämiert. Wissen Sie schon, welche Art Knödel gewonnen hat?

Freilinger: Nein:-) Aber wir sind schon neugierig. Und es wird ihn auf jeden Fall zum Verkosten geben.

PostHeaderIcon Sommer und Knödel auf oberösterreichisch

Die Sommerküche ist immer leichter als die Küche in den anderen Jahreszeiten. Trotzdem muss man auch an heißen Tagen nicht auf das typisch Oberösterreichische verzichten. Zum Beispiel auf herzhafte Knödel. Oder besser gesagt „Knöderl“, denn je heißer der Tag, desto kleiner werden oft die Knödel. Kombiniert mit einem Salat ergeben sie ein wunderbares Sommer-Gericht. Kultiwirte-Obmann Thomas Stockinger verrät uns die beliebtesten Sommerknöderl.

Zu viel will man an heißen Tagen nicht essen, aber ein Salat alleine reicht oft nicht aus, den Hunger zu stillen. Was liegt da näher, als einen herzhaften Knödel mit leichter Kost zu kombinieren? Der Genuss-Hit jeden Sommer sind die Innviertler Knöderl auf Salat. Die Sommerküche ist ja extrem vielfältig, daher gibt es für den Salat immer herrlich frische Zutaten: alle Arten von Blattsalaten, Tomaten, Gurken und natürlich Kräuter wie zum Beispiel Kresse. Darauf kommen dann warm die Innviertler Knödel. Gemischt – denn so schmeckt’s am besten. Also mit Haschee, Grammel, Speck und Selchfleisch. Sehr beliebt im Sommer sind auch Spinatknödel oder die klassischen gerösteten Knödel, zu denen einfach ein Salat gereicht wird.

Sommersalat mit Innviertler Knöderl, Rechte: Thomas Stockinger

Da hat natürlich jeder seine speziellen Vorlieben und Variationen. Bei über 80 Kultiwirte  gibt es viele individuelle Sommer-Kreationen. Nachdem wir Kultiwirte – neben der herzlich-gemütlichen Atmosphäre – vor allem auf Regionalität und Saisonalität Wert legen, hat auch jede Region ihre eigenen Spezialitäten. Im Eferdinger Landl etwa steht Gemüse ganz groß am Speiseplan. Unter gemueselust.at finden Sie eine Menge Rezeptideen zum Nachkochen und Genießen. Apropos genießen: Die Kultiwirte haben soeben aus über 800 Bewerbungen 80 „Genussspechte“ ausgewählt. Sie werden jeweils zehn Kultiwirte testen – die Sieger werden dann im Herbst prämiert. Wir sind schon neugierig!

 

PostHeaderIcon Die süßesten aller Knödel …

Jetzt ist die ideale Jahreszeit, um die besten Knödel-Versuchungen zu kochen und kosten: Die Rede ist von den süßen Knödeln, vom Marillenknödel bis zum Kirschknödel. Süße Knödel sind ein Dauerbrenner nicht nur auf den Speisekarten der oberösterreichischen Wirte, sondern auch in allen privaten Küchen. Einer, der’s genau wissen muss, weil bei ihm saisonale Gerichte ganz oben stehen, gibt hier Tipps für die süße Knödelküche: Siegfried Thumfart von der Waldschenke am Sternstein und gUUte-Wirt.

Sommerglück: Herr Thumfart, bei Ihnen steht die saisonale Küche im Mittelpunkt, und Sie wechseln auch täglich Ihre Speisekarte. Warum?

Thumfart: Ganz oben in unserer Küchenphilosophie stehen die Zutaten. Also wenn möglich soll alles bio und frisch sein. Am besten schmeck’s nämlich, wenn das Gemüse ganz reif oder das Obst ganz süß ist. Daher wollen wir auch bei der Speisekarte flexibel sein. Was wir in guter Qualität kriegen, verarbeiten wir dann.

Sommerglück: Jetzt ist die beste Zeit für süße Knödel. Welche kommen denn da bei Ihnen so auf den Tisch?

Süße Knödel haben immer Saison.

Süße Knödel haben immer Saison.

Thumfart: Alle möglichen Variationen. Mit Sicherheit Marillenknödel, immer auch Erdbeer- und Kirschknödel, aber auch Nougat- oder Mohnknödel. Für die letzten zwei ist ja immer Saison.

Sommerglück: Welchen Teig verwenden Sie für Ihre Obstknödel?

Thumfart: Für Marillenknödel gehört unbedingt ein Topfenteig. Bei den anderen bevorzuge ich einen Brandteig. Den kann man gut vorbereiten, und die fertig geformten Knödel lassen sich einige Stunden  im Kühlschrank aufbewahren. Einen geschmacklichen Unterschied etwa zum Erdäpfelteig gibt es kaum. Der Brandteig ist sogar noch flaumiger. Für andere Füllung wie Mohn- oder Nougatfüllung ist der Grießteig der beste.

Sommerglück: Haben Sie da Tipps für unsere Leser?

Thumfart: Beim Brandteig kommt Wasser mit Butter, Salz und etwas Muskatnuss in den Topf, wird aufgekocht. Dann gibt man das Mehl hinein und lässt die Masse richtig „abbrennen“. Das heißt, der Topf bleibt am Ofen stehen, bis sich der Teig vom Boden löst. Gibt man die gefüllten Knödel dann ins Wasser, dürfen sie nur ziehen, nicht kochen. Dazu kann man auch mal Nussbrösel oder einen Fruchtspiegel servieren. Der wichtigste Tipp ist aber: immer das beste Obst verwenden! Ein Marillenknödel etwa steht oder fällt mit der Marille!

Sommerglück: Was ist Ihr Lieblingsknödel?

Thumfart: Ich bin ein Klassiker:-) Marillenknödel sind mir mit Abstand die liebsten.

PostHeaderIcon Schlierbach: Wenn Musik und Kulinarik verschmelzen …

Schlierbach ist längst eine bekannte und vor allem sehr aktive Genussregion im oberen Kremstal. Mittelpunkt ist das Genusszentrum im Stift Schlierbach. Leiter Klaus Weixlbaumer spricht heute eine Einladung aus zu einer Veranstaltungs-Serie, die diesen Sommer bereits zum zweiten Mal über die Bühne geht: die kulinarischen Live-Gigs.

 

Schmankerl aus ganz OÖ beim ersten Gig, Fotorechte: Genusszentrum

 

„Musik und Genuss“ – das ist eine wunderbare Kombination! Live-Musik und Schmankerl aus dem Genussland Oberösterreich, alles auf einer sonnigen Aussichtsterrasse, die einen sehr stimmigen Hintergrund für dieses Erlebnis abliefert. Verkostungen hat’s zwar bei uns schon immer gegeben, auch mal das eine oder andere Konzert – aber zusammen? Diese Idee ist uns erst voriges Jahr gekommen. Und prompt waren die „Kulinarischen Gigs“ ein voller Erfolg. Diesen Sommer wiederholen wir diese Veranstaltungen, jeden ersten Freitag im Monat, ab 19.00 Uhr. Bei freiem Eintritt. Zwei Termine gibt es noch: 6. Juli und 3. August. Einziger Wermutstropfen an den „Kulinarischen Gigs“: wenn’s richtig regnet, entfällt die Veranstaltung – was leider beim ersten Termin im Juni der Fall war.

 

An jedem Abend ist eine andere Region zu Gast. Details finden Sie auf unserer Homepage. Aber gleich mal soviel vorweg. Am ersten Abend gibt’s Innviertler Knödel-Variationen – unter anderem, denn: Die Vielfalt wird sehr groß sein. Alleine im Oberen Kremstal haben wir eine wirklich hohe Dichte an Genussbetrieben. Nur einige Beispiele: Chokolatier, Mostsommelier, Grillstaatsmeister, Lebkuchenbäcker, Edelbrand-Destillerie, natürlich die Käserei – und sie alle sind bei den Gigs dabei. Die musikalische Live-Untermalung wird sich ebenfalls abwechseln: Von JazzUp über das Schlierbacher Gymnasium-Orchester bis hin zum zünftigen Schlierbacher Dämmerschoppen.

 

Wenn Sie einen „Kulinarsichen Gig“ planen, vielleicht kommen Sie nicht erst am Abend. Nutzen Sie den Ausflug, es gibt ja einige Möglichkeiten … Von einer Stiftsführung über einen Besuch in den Glaswerkstätten bis hin zur Genusswanderung „Dem Käse auf der Spur“, die es seit Juni ganz neu gibt.

Einladung zum Genusswandern, Fotorechte: Starmayr

Übrigens, auch eine Übernachtung ist kein Problem. Gerne im Stift oder zum Beispiel im Spes-Hotel ums Eck. Da können Sie das Genuss-Wochenende gleich fortsetzen: mit einer Verkostung der ganz besonderen Art: im „dunklen Genussraum“, wo übrigens Blinde servieren. Sie werden staunen, was es für einen Unterschied macht, wenn der Sehsinn wegfällt und sich alle Eindrücke auf die anderen Sinne verteilen …

PostHeaderIcon Schon mal was von Hopfenspargel gehört?

Hopfenspargel ist kein neues Gemüse. Eher uralt. Aber völlig neu entdeckt. In Oberösterreich nennt man Hopfenspargel und Alfred Allerstorfer in einem Atemzug. Er ist Hopfenbauer, Gastwirt und sozusagen  Vorreiter beim Hopfenspargel. Er erzählt uns hier etwas mehr über eine noch eher unbekannte Delikatesse.

SG: Herr Allerstorfer, Hopfenspargel gilt als ganz besondere Spezialität. Warum?

AA: Oh, das hat viele Gründe! Zum einen ist Hopfenspargel extrem gesund, zum anderen gibt es ihn immer nur für sehr kurze Zeit. Cirka für vier Wochen im Frühjahr. Dazu kommt, dass er sehr aufwendig zu ernten ist.

SG: Was ist Hopfenspargel genau?

AA: Wie auch der Gemüsespargel ist der Hopfenspargel ein junger Trieb einer Pflanze, in diesem Fall eben der Hopfenpflanze. Normalerweise nimmt man die Triebe, um neue Pflanzen anzusetzen. Wenn man sie nicht braucht, hat man sie bisher verkommen lassen. Jetzt aber hat man sich wieder daran erinnert, dass diese jungen Triebe eine extrem gesunde und gut schmeckende Köstlichkeit sind.

Frischer Hopfenspargel, Rechte: Allerstorfer

 

SG: Warum so gesund?

AA: Über Hopfen gibt es eine Menge Studien. 2007 zum Beispiel wurde die Hopfenpflanze von der Uni Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Grund dafür sind einige ganz spezielle Inhaltsstoffe. Das Lupolin etwa, das ist sehr, sehr beruhigend. Auf der Welser Herbstmesse heuer verkaufen wir Hopfenpolster, zum Selber-Machen. Eben weil Hopfen so stark beruhigend wirkt, ist ein solcher Polster ideal bei Schlafstörungen. Ein anderer Wirkstoff ist Xantahumal, der erwiesenermaßen krebshemmend ist. Hopfen enthält außerdem weibliche Östrogene. Für Frauen, vor allem in den Wechseljahren, sehr empfehlenswert. Man muss da nicht unbedingt Biertrinker sein, um in den Genuss dieser Wirkungen zu kommen. Weil man Hopfen eben auch verkochen kann. Aber gegen das Biertrinken spricht natürlich auch nichts:-)

SG: Bei Hopfen sind Sie ja Spezialist, Sie sind auch Mitglied beim Hopfenmuseum.

 

AA: Ja, ich bin der Besitzer des Mueseums und der Hopfenstub’n. Drei Kooperationspartner liefern Fleisch, Brot, Edelbrände und Liköre für die Gastronomie. Das Museum und die dazu gehörige Hopfenstubn gibt es seit 2005. Das Interesse ist enorm hoch. Auch viele junge Leute wollen genau wissen, wie Hopfen verarbeitet wird, wie er wirkt, wieso Bier gesund ist. Vor allem letzteres freut viele:-) Bei einer Bierverkostung der verschiedenen Mühlviertler Biere kann dann jeder selbst sein Lieblings-Bier entdecken.

SG: Wie wird Hopfenspargel nun am besten verkocht?

AA: Die Triebe sind sehr dünn. Und wie alle Spargelgewächse muss man auch den Hopfenspargel von seinen Fasern befreien. Schält man ihn aber wie z. B. den grünen Spargel, würde nichts übrig bleiben. Daher kann man ihn nicht genau so verarbeiten. Ideal ist es, wenn man ihn in einer Suppe kocht oder wenn man ihn ganz klein schneidet, für einen Salat etwa oder für ein Risotto. Herrlich! Hopfenspargel schmeckt intensiver als der Gemüsespargel. Er kommt wirklich sehr gut an. Es gibt jetzt auch schon einige Gasthäuser in der Umgebung, die ebenfalls Hopfenspargel anbieten. Das freut mich.

 

Sogar Pralinen gibt es mit Hopfen, Rechte: Allerstorfer

 

Alfred Allerstorfer hat eine gemischte Landwirtschaft, eine Stiermast und 6,35 ha Hopfenanbau. Im Hopfenland gibt es noch für ganz kurze Zeit die Hopfenspargelsuppe zu verkosten – und auch die Pralinen.