Archiv für die Kategorie „Sommerglücksmomente“

PostHeaderIcon Jedes Jahr neue Raritäten aus dem Bierviertel.

Kennen Sie das Bierviertel? Ja, genau! Das Mühlviertel hat diesen Beinamen, bereits seit vielen Jahren. Und wissen Sie auch warum? Umsonst kommt dieser Name nämlich nicht. Zum einen hat Karl Schiffner 2009 den Titel der ersten Biersommelier-Weltmeisterschaft ins Mühlviertel geholt. Das alleine reicht aber noch nicht für das „Bierviertel“. Gleich drei private Brauereien gibt es im hügeligen Hopfenland: die Stiftsbrauerei Schlägl, die Braucommune in Freistadt sowie die Brauerei Hofstetten. Sie zusammen arbeiten in einer engen Kooperation, um dem Bierliebhaber echte Genüsse zu verschaffen. Von Verkostungen bis zu besonderen Bierspezialitäten. Ein neuer Höhepunkt ist die Bierviertel-Selection: drei Bier-Raritäten aus den Mühlviertler Brauereikellern und ein von Schiffner persönlich designtes Degustationsglas in einer Geschenkebox. Frau Haindl von der Stiftsbrauerei Schlägl weiß, welche Schätze sich in der Box verbergen.

Die Bierselection umfasst besonders feine und im Handel bisher nicht erhältliche Bierraritäten für Genießer und Kenner. Die erste Bierselection wurde 2011 zusammengestellt und ist ein großer Erfolg. Darin finden sich folgende Spezialitäten, alle in den eigenen Mühlviertler Langhals-Flaschen:

Die Geschenkbox Bierselection. Fotorechte: Stiftsbrauerei Schlägl

Die Geschenkbox Bierselection. Fotorechte: Stiftsbrauerei Schlägl

-       das Abtei Bier von Schlägl: mild-fruchtiges Aroma, dezente Hopfennoten, spritzig im Antrunk mit weichem, sämigen Körper

-       das Elixier aus Freistadt: antik-bronzene Farbe mit leuchtendem Schimmer, ein Jahr auf Hefe gelagert, muskulöser Körper, anhaltender Genuss

-       Granit Bock-Reserve aus Hofstetten: in 120 Jahre alten Steintrögen gegoren, Malzmischung für vollmundigen Karamellgeschmack, ein Starkbier mit fruchtig-estrigen Dörrpflaumen-Aromen

Klingt verlockend! Aber selbst wenn man noch kein Bier-Sommelier ist, wird man diese edlen Biere zu schätzen wissen. Versuchen sollte man solche Raritäten auf jeden Fall einmal, damit man schmeckt, dass Bier nicht Bier ist. Die Bierselection wird übrigens jedes Jahr neu bestückt. Die Selection 2012 gibt es ab September. Wieder mit ganz seltenen und erlesenen Spezialitäten. Ein Anruf bei den beteiligten Brauereien genügt, schon kommt die Selection ins Haus. Prost!

PostHeaderIcon Prost & Mahlzeit: Knödelfestival in der Brauerei Schloss Eggenberg

Knödel- und Bierliebhaber aufgepasst: der absolute Genuss-Höhepunkt naht! Beste Knödel in Hülle und Fülle und besondere Bier-Erlebnisse warten am 16. September in Vorchdorf. Beim dritten Knödelfestival in Oberösterreichs größter Privatbrauerei Schloss Eggenberg. Quasi das Schlaraffenland für alle Liebhaber von Knödel und Bier. Stefan Freilinger von Schloss Eggenberg erzählt mehr.

Sommerglück: Das Knödelfestival war die letzten beiden Male ein großer Erfolg. Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie heuer?

Freilinger: Bei Schönwetter bis zu 3.000 Personen. Die letzten beiden Male platzte das Schloss aus allen Nähten.

Eine beliebte Pilgerstätte für Knödelliebhaber – das Knödelfestival in Vorchdorf, Rechte: Brauerei Schloss Eggenberg

Sommerglück: Was darf man sich da so erwarten?

Freilinger: Alles:-) Die besten Seminarbäurinnen, Gastronomie-Köche und Fleischhauer kochen ordentlich auf! Es wird cirka 20 verschiedene Knödelspezialitäten geben. Von den Klassikern über vegetarische und Bio-Knödel bis hin zu besonderen Spezialitäten, wie etwa der Mangaliza Wollschweinknödel auf Safrankraut oder der Traunseefischknödel mit Rahmkürbis oder etwa ein Wildschützknödel, der eigens für unser Herbstbier kreiert wurde.

Sommerglück: Ein Wildschützbier?

Freilinger: Ja! Von Seiten der Brauerei ist das ein weiterer Höhepunkt am Knödelfestival, weil wir das Wildschützbier erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Aber es sind auch viele andere Bier-Spezialitäten zu verkosten. Natürlich gibt es ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Groß und Klein. Zum Beispiel ein Kinder-Animationsprogramm, ein Geschicklichkeitsschießen für die vielen Wildschütze unter uns, gratis Brauerei-Führungen und als Start der Knödelfrühschoppen mit Gerstlmusik aus Scharnstein. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Da fällt mir noch etwas ein: Ein Höhepunkt sind sicher, vor allem für Kinder, die Zwetschkenknödel aus dem “Knödelautomaten”!

Viele Klassiker und kulinarische Spezialitäten warten, Rechte: Brauerei Schloss Eggenberg

Viele Klassiker und kulinarische Spezialitäten warten, Rechte: Brauerei Schloss Eggenberg

Sommerglück: Das Genussland Oberösterreich hat diesen Sommer ja einen Knödelwettbewerb ausgeschrieben. Der Siegerknödel wird ebenfalls an diesem Tag prämiert. Wissen Sie schon, welche Art Knödel gewonnen hat?

Freilinger: Nein:-) Aber wir sind schon neugierig. Und es wird ihn auf jeden Fall zum Verkosten geben.

PostHeaderIcon Entspannender Urlaub mit kleinen Kindern – gibt`s das überhaupt?

Eine Familie zu gründen ist zwar sehr schön aber auch anstrengend! Beim „Schupfen“  des Alltags bleibt oft eines auf der Strecke: als Partner miteinander Zeit zu verbringen. Das Stichwort ist Quality Time! Also muss spontan ein (stressfreier) gemeinsamer Urlaub her. Mit einem Kleinkind im Hotel Urlaub zu machen ist aber oft alles andere als entspannend. Vorgegebene Frühstückszeiten und ausgelebte Trotzphasen vor Publikum werden da schnell zum Kraftakt.

Ein Urlaubstraum: Das Vitalhotel_Inns_Holz

Das neue Vitalhotel Inns Holz. Rechte: Inns Holz

Im Natur – und Vitalhotel Inn`s Holz im Böhmerwald können die Gäste ihren eigenen Rhythmus leben.  Die Bewohner des Wellnessdorfes, das aus kleinen Chalets  besteht, können selbst entscheiden  wann und wie sie den Vier-Sterne – Service in Anspruch nehmen. Wellnessbereich, freistehende Badewanne und offene (gesicherte) Feuerstelle in der Luxushütte ermöglichen ein lauschiges und gemütliches Zusammensein, ohne dabei gestört zu werden.

Wenn bei den Kleinen (oder Großen) doch mal Langeweile aufkommen sollte, gibt’s das WunderWeltWald Museum.  Mit einem  Fällsimulator wird Papa dort zum Holzfäller und die Geheimnisse des Böhmerwaldes können spielerisch entdeckt werden. Live erkunden lässt sich der Böhmerwald auch auf einen der zahlreichen Wanderwege, die sich rund um das Hotel befinden, oder auf dem Mountainbike. Für gemütlichere Touren stehen auch E-Bikes zur Verfügung. Nach der Erkundungstour wird ein Abstecher in den hauseigenen Streichelzoo für die Kleinen zum echten Highlight. Und während Mama sich später eine Beautybehandlung gönnt, plantscht Papa mit dem Nachwuchs im Badehaus des Wellnessbereiches oder im Badesee. Ein entspannter Urlaub mit kleinen Kindern – es gibt ihn doch.

PostHeaderIcon Sommer und Knödel auf oberösterreichisch

Die Sommerküche ist immer leichter als die Küche in den anderen Jahreszeiten. Trotzdem muss man auch an heißen Tagen nicht auf das typisch Oberösterreichische verzichten. Zum Beispiel auf herzhafte Knödel. Oder besser gesagt „Knöderl“, denn je heißer der Tag, desto kleiner werden oft die Knödel. Kombiniert mit einem Salat ergeben sie ein wunderbares Sommer-Gericht. Kultiwirte-Obmann Thomas Stockinger verrät uns die beliebtesten Sommerknöderl.

Zu viel will man an heißen Tagen nicht essen, aber ein Salat alleine reicht oft nicht aus, den Hunger zu stillen. Was liegt da näher, als einen herzhaften Knödel mit leichter Kost zu kombinieren? Der Genuss-Hit jeden Sommer sind die Innviertler Knöderl auf Salat. Die Sommerküche ist ja extrem vielfältig, daher gibt es für den Salat immer herrlich frische Zutaten: alle Arten von Blattsalaten, Tomaten, Gurken und natürlich Kräuter wie zum Beispiel Kresse. Darauf kommen dann warm die Innviertler Knödel. Gemischt – denn so schmeckt’s am besten. Also mit Haschee, Grammel, Speck und Selchfleisch. Sehr beliebt im Sommer sind auch Spinatknödel oder die klassischen gerösteten Knödel, zu denen einfach ein Salat gereicht wird.

Sommersalat mit Innviertler Knöderl, Rechte: Thomas Stockinger

Da hat natürlich jeder seine speziellen Vorlieben und Variationen. Bei über 80 Kultiwirte  gibt es viele individuelle Sommer-Kreationen. Nachdem wir Kultiwirte – neben der herzlich-gemütlichen Atmosphäre – vor allem auf Regionalität und Saisonalität Wert legen, hat auch jede Region ihre eigenen Spezialitäten. Im Eferdinger Landl etwa steht Gemüse ganz groß am Speiseplan. Unter gemueselust.at finden Sie eine Menge Rezeptideen zum Nachkochen und Genießen. Apropos genießen: Die Kultiwirte haben soeben aus über 800 Bewerbungen 80 „Genussspechte“ ausgewählt. Sie werden jeweils zehn Kultiwirte testen – die Sieger werden dann im Herbst prämiert. Wir sind schon neugierig!

 

PostHeaderIcon Die süßesten aller Knödel …

Jetzt ist die ideale Jahreszeit, um die besten Knödel-Versuchungen zu kochen und kosten: Die Rede ist von den süßen Knödeln, vom Marillenknödel bis zum Kirschknödel. Süße Knödel sind ein Dauerbrenner nicht nur auf den Speisekarten der oberösterreichischen Wirte, sondern auch in allen privaten Küchen. Einer, der’s genau wissen muss, weil bei ihm saisonale Gerichte ganz oben stehen, gibt hier Tipps für die süße Knödelküche: Siegfried Thumfart von der Waldschenke am Sternstein und gUUte-Wirt.

Sommerglück: Herr Thumfart, bei Ihnen steht die saisonale Küche im Mittelpunkt, und Sie wechseln auch täglich Ihre Speisekarte. Warum?

Thumfart: Ganz oben in unserer Küchenphilosophie stehen die Zutaten. Also wenn möglich soll alles bio und frisch sein. Am besten schmeck’s nämlich, wenn das Gemüse ganz reif oder das Obst ganz süß ist. Daher wollen wir auch bei der Speisekarte flexibel sein. Was wir in guter Qualität kriegen, verarbeiten wir dann.

Sommerglück: Jetzt ist die beste Zeit für süße Knödel. Welche kommen denn da bei Ihnen so auf den Tisch?

Süße Knödel haben immer Saison.

Süße Knödel haben immer Saison.

Thumfart: Alle möglichen Variationen. Mit Sicherheit Marillenknödel, immer auch Erdbeer- und Kirschknödel, aber auch Nougat- oder Mohnknödel. Für die letzten zwei ist ja immer Saison.

Sommerglück: Welchen Teig verwenden Sie für Ihre Obstknödel?

Thumfart: Für Marillenknödel gehört unbedingt ein Topfenteig. Bei den anderen bevorzuge ich einen Brandteig. Den kann man gut vorbereiten, und die fertig geformten Knödel lassen sich einige Stunden  im Kühlschrank aufbewahren. Einen geschmacklichen Unterschied etwa zum Erdäpfelteig gibt es kaum. Der Brandteig ist sogar noch flaumiger. Für andere Füllung wie Mohn- oder Nougatfüllung ist der Grießteig der beste.

Sommerglück: Haben Sie da Tipps für unsere Leser?

Thumfart: Beim Brandteig kommt Wasser mit Butter, Salz und etwas Muskatnuss in den Topf, wird aufgekocht. Dann gibt man das Mehl hinein und lässt die Masse richtig „abbrennen“. Das heißt, der Topf bleibt am Ofen stehen, bis sich der Teig vom Boden löst. Gibt man die gefüllten Knödel dann ins Wasser, dürfen sie nur ziehen, nicht kochen. Dazu kann man auch mal Nussbrösel oder einen Fruchtspiegel servieren. Der wichtigste Tipp ist aber: immer das beste Obst verwenden! Ein Marillenknödel etwa steht oder fällt mit der Marille!

Sommerglück: Was ist Ihr Lieblingsknödel?

Thumfart: Ich bin ein Klassiker:-) Marillenknödel sind mir mit Abstand die liebsten.

PostHeaderIcon Schlierbach: Wenn Musik und Kulinarik verschmelzen …

Schlierbach ist längst eine bekannte und vor allem sehr aktive Genussregion im oberen Kremstal. Mittelpunkt ist das Genusszentrum im Stift Schlierbach. Leiter Klaus Weixlbaumer spricht heute eine Einladung aus zu einer Veranstaltungs-Serie, die diesen Sommer bereits zum zweiten Mal über die Bühne geht: die kulinarischen Live-Gigs.

 

Schmankerl aus ganz OÖ beim ersten Gig, Fotorechte: Genusszentrum

 

„Musik und Genuss“ – das ist eine wunderbare Kombination! Live-Musik und Schmankerl aus dem Genussland Oberösterreich, alles auf einer sonnigen Aussichtsterrasse, die einen sehr stimmigen Hintergrund für dieses Erlebnis abliefert. Verkostungen hat’s zwar bei uns schon immer gegeben, auch mal das eine oder andere Konzert – aber zusammen? Diese Idee ist uns erst voriges Jahr gekommen. Und prompt waren die „Kulinarischen Gigs“ ein voller Erfolg. Diesen Sommer wiederholen wir diese Veranstaltungen, jeden ersten Freitag im Monat, ab 19.00 Uhr. Bei freiem Eintritt. Zwei Termine gibt es noch: 6. Juli und 3. August. Einziger Wermutstropfen an den „Kulinarischen Gigs“: wenn’s richtig regnet, entfällt die Veranstaltung – was leider beim ersten Termin im Juni der Fall war.

 

An jedem Abend ist eine andere Region zu Gast. Details finden Sie auf unserer Homepage. Aber gleich mal soviel vorweg. Am ersten Abend gibt’s Innviertler Knödel-Variationen – unter anderem, denn: Die Vielfalt wird sehr groß sein. Alleine im Oberen Kremstal haben wir eine wirklich hohe Dichte an Genussbetrieben. Nur einige Beispiele: Chokolatier, Mostsommelier, Grillstaatsmeister, Lebkuchenbäcker, Edelbrand-Destillerie, natürlich die Käserei – und sie alle sind bei den Gigs dabei. Die musikalische Live-Untermalung wird sich ebenfalls abwechseln: Von JazzUp über das Schlierbacher Gymnasium-Orchester bis hin zum zünftigen Schlierbacher Dämmerschoppen.

 

Wenn Sie einen „Kulinarsichen Gig“ planen, vielleicht kommen Sie nicht erst am Abend. Nutzen Sie den Ausflug, es gibt ja einige Möglichkeiten … Von einer Stiftsführung über einen Besuch in den Glaswerkstätten bis hin zur Genusswanderung „Dem Käse auf der Spur“, die es seit Juni ganz neu gibt.

Einladung zum Genusswandern, Fotorechte: Starmayr

Übrigens, auch eine Übernachtung ist kein Problem. Gerne im Stift oder zum Beispiel im Spes-Hotel ums Eck. Da können Sie das Genuss-Wochenende gleich fortsetzen: mit einer Verkostung der ganz besonderen Art: im „dunklen Genussraum“, wo übrigens Blinde servieren. Sie werden staunen, was es für einen Unterschied macht, wenn der Sehsinn wegfällt und sich alle Eindrücke auf die anderen Sinne verteilen …

PostHeaderIcon Schon mal was von Hopfenspargel gehört?

Hopfenspargel ist kein neues Gemüse. Eher uralt. Aber völlig neu entdeckt. In Oberösterreich nennt man Hopfenspargel und Alfred Allerstorfer in einem Atemzug. Er ist Hopfenbauer, Gastwirt und sozusagen  Vorreiter beim Hopfenspargel. Er erzählt uns hier etwas mehr über eine noch eher unbekannte Delikatesse.

SG: Herr Allerstorfer, Hopfenspargel gilt als ganz besondere Spezialität. Warum?

AA: Oh, das hat viele Gründe! Zum einen ist Hopfenspargel extrem gesund, zum anderen gibt es ihn immer nur für sehr kurze Zeit. Cirka für vier Wochen im Frühjahr. Dazu kommt, dass er sehr aufwendig zu ernten ist.

SG: Was ist Hopfenspargel genau?

AA: Wie auch der Gemüsespargel ist der Hopfenspargel ein junger Trieb einer Pflanze, in diesem Fall eben der Hopfenpflanze. Normalerweise nimmt man die Triebe, um neue Pflanzen anzusetzen. Wenn man sie nicht braucht, hat man sie bisher verkommen lassen. Jetzt aber hat man sich wieder daran erinnert, dass diese jungen Triebe eine extrem gesunde und gut schmeckende Köstlichkeit sind.

Frischer Hopfenspargel, Rechte: Allerstorfer

 

SG: Warum so gesund?

AA: Über Hopfen gibt es eine Menge Studien. 2007 zum Beispiel wurde die Hopfenpflanze von der Uni Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Grund dafür sind einige ganz spezielle Inhaltsstoffe. Das Lupolin etwa, das ist sehr, sehr beruhigend. Auf der Welser Herbstmesse heuer verkaufen wir Hopfenpolster, zum Selber-Machen. Eben weil Hopfen so stark beruhigend wirkt, ist ein solcher Polster ideal bei Schlafstörungen. Ein anderer Wirkstoff ist Xantahumal, der erwiesenermaßen krebshemmend ist. Hopfen enthält außerdem weibliche Östrogene. Für Frauen, vor allem in den Wechseljahren, sehr empfehlenswert. Man muss da nicht unbedingt Biertrinker sein, um in den Genuss dieser Wirkungen zu kommen. Weil man Hopfen eben auch verkochen kann. Aber gegen das Biertrinken spricht natürlich auch nichts:-)

SG: Bei Hopfen sind Sie ja Spezialist, Sie sind auch Mitglied beim Hopfenmuseum.

 

AA: Ja, ich bin der Besitzer des Mueseums und der Hopfenstub’n. Drei Kooperationspartner liefern Fleisch, Brot, Edelbrände und Liköre für die Gastronomie. Das Museum und die dazu gehörige Hopfenstubn gibt es seit 2005. Das Interesse ist enorm hoch. Auch viele junge Leute wollen genau wissen, wie Hopfen verarbeitet wird, wie er wirkt, wieso Bier gesund ist. Vor allem letzteres freut viele:-) Bei einer Bierverkostung der verschiedenen Mühlviertler Biere kann dann jeder selbst sein Lieblings-Bier entdecken.

SG: Wie wird Hopfenspargel nun am besten verkocht?

AA: Die Triebe sind sehr dünn. Und wie alle Spargelgewächse muss man auch den Hopfenspargel von seinen Fasern befreien. Schält man ihn aber wie z. B. den grünen Spargel, würde nichts übrig bleiben. Daher kann man ihn nicht genau so verarbeiten. Ideal ist es, wenn man ihn in einer Suppe kocht oder wenn man ihn ganz klein schneidet, für einen Salat etwa oder für ein Risotto. Herrlich! Hopfenspargel schmeckt intensiver als der Gemüsespargel. Er kommt wirklich sehr gut an. Es gibt jetzt auch schon einige Gasthäuser in der Umgebung, die ebenfalls Hopfenspargel anbieten. Das freut mich.

 

Sogar Pralinen gibt es mit Hopfen, Rechte: Allerstorfer

 

Alfred Allerstorfer hat eine gemischte Landwirtschaft, eine Stiermast und 6,35 ha Hopfenanbau. Im Hopfenland gibt es noch für ganz kurze Zeit die Hopfenspargelsuppe zu verkosten – und auch die Pralinen.

PostHeaderIcon Neue Knödel braucht das Land!

Knödel in allen Variationen

Du hast eine Idee für einen neuen Knödel? Dann mach mit beim Wettbewerb!

Oberösterreich ist bekannt für seine Knödelspezialitäten. Die Vielfalt ist riesig! Es gibt aber sicher den ein oder anderen Knödel, den es im Land noch nicht gibt. Hast du eine Rezeptidee für den ultimativen Knödelgenuss? Dann mach mit beim Rezeptwettbewerb: “Neue Knödel braucht das Land!” und gewinne genussvolle Preise. Mehr Infos findest du hier!

Wir freuen uns auf dein ganz persönliches Knödelhighlight!

PostHeaderIcon Lust auf Gemüseknödel!

Paula Langmayr vom Landgasthof DieplingerGemüseLust-Wirtin sowie Mitglied der KultiWirte über Gemüseknödel:

Knödel kennen die meisten von uns ja entweder süß oder fleischig gefüllt. Aber da gibt es viel mehr Möglichkeiten! Zum Beispiel mit Gemüse. Daran denkt man oft nicht. Dabei sind Gemüseknödel einfach zu kochen, schmecken fantastisch und sind zudem äußerst bekömmlich. Wer Gemüse und Knödel kombiniert, hat damit plötzlich eine ungeheure Vielfalt in der Küche. Ich sag immer, die Jahreszeit ist der beste Koch. Man muss nur wieder ein Gespür dafür bekommen. Wer weiß, was die Region in der jeweiligen Saison zu bieten hat, dem kommen automatisch Ideen, was er damit machen kann. Das ganze Jahr über. Jetzt, zu Beginn des Frühlings, gibt es bei uns bestimmt einmal Spargelknödel und Bärlauchknödel.

 

Gemüseknödel

Frisch auf den Tisch: Saftige Gemüseknödel

Oft werde ich gefragt, wie man denn das Gemüse in den Knödel bekommt, also wie man schmackhafte Gemüseknödel macht. Da gibt es mehrere Möglichkeiten: entweder ich nehme eine Semmelknödelmasse und schneide oder reibe das Gemüse hinein, oder ich nehme einen Topfen- bzw. Erdäpfelteig und fülle ihn mit Gemüse oder aber mache zu traditionellen Knödeln eine Gemüsesauce.  Sehr köstlich sind auch Knödel mit Wildbret-Gemüsefülle. Aber der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wir bieten oft auch Saisonsalate an und servieren diese mit kleinen Gemüseknöderln.

 

Unser Gasthof liegt ja mitten im Eferdinger Landl und direkt an der Donau. Da gibt’s frisches Gemüse wirklich an jeder Ecke. Wer nach saisonalem Gemüse sucht, braucht sich nur auf Bauernmärkten, -höfen oder im Genussland Oberösterreich umschauen. Ich koche auch privat gerne mit Gemüse, bin schon so aufgewachsen. Aber ich esse ebenso gern traditionelle Speisen, wie ein Bratl. Das gehört dazu. Und wenn man die Tradition aufmerksam zurückverfolgt, kommt man drauf, dass Obst und Gemüse schon immer dazu gehört haben. Mein Vater hat den Speck mit einem Apfel gegessen, zu einer guten Jause gab’s immer schon Gemüse, wie Rettich oder Radieschen, ein Bratl ohne Kraut ist kein Bratl. Wenn man das berücksichtigt und saisonal/regional kocht, wird auch die Ernährung gesünder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PostHeaderIcon Kochen mit Bier: So gelingt’s am besten.

Mit Bier zu kochen, das interessiert viele. Aber wie schmeckt das eigentlich? Und wie wird es am besten? Hier gibt ein wahrer Experte Antwort: Georg Friedl, Ausbildner zum Bier-Sommelier, Buchautor und Koch/Gastronom aus Leidenschaft – seine Koch-Kunst gibt’s zu verkosten bei „Mühlvierteln“ im Linzer Salzamt:-)

Immer wieder fragt mich ein Gast, ob ich in meiner Geschmacksschule auch mit dem Thema Bier arbeite. Das freut mich. Weil diese Anfrage zeigt, dass jemand Spaß am Kochen hat, dass er versucht, kreativ mit Zutaten umzugehen. Und ja, ich arbeite auch mit Bier. Aber vielleicht anders, als die meisten jetzt denken werden.

Beim Kochen mit Bier glauben viele, es ist wie mit Wein: für gewisse Speisen nimmt man einen bestimmten Wein und gibt dem Essen damit eine typische Geschmacksnote. So ähnlich ist es auch, aber: Ich nehme nur selten das fertige Produkt Bier. Wird Bier nämlich längere Zeit verkocht, wie in einer Suppe oder einem Braten, dann verdampfen die feinen Bieraromen, und übrig bleibt nur der Bitterstoff vom Hopfen. Ich habe daher einen anderen Zugang.

Wo Kreativität am Köcheln ist: Georg Friedl in seiner Küche im Salzamt; Rechte: Friedl

Wo Kreativität am Köcheln ist: Georg Friedl in seiner Küche im Salzamt; Rechte: Friedl

Bier hat tolle Aromastoffe. Will ich die erhalten, greife ich zu den Rohstoffen, also zu Hopfen, Malz und Hefe. Wenn ich diese Zutaten verwende, kann ich Speisen mit einer Biernote „parfümieren“. Vor dem Anrichten nehme ich dann noch ein paar Spritzer vom fertigen Produkt Bier. Was bei der Verwendung der Rohstoffe zu beachten ist? Da gibt es natürlich einige Raffinessen:-) Gerade beim Malz. Den gibt es in verschiedenen Röstungen, die eine unglaubliche Aromenvielfalt mit sich bringen. Beim Hopfen verwende ich eher den Hopfentee, immer die ganzen Dolden. Hopfen bringt eine sanfte Bitternis in die Speisen und ein „grünes“ Aroma. Hefe wiederum macht sich bei Fischgerichten und Suppen sehr gut. Wer mehr darüber wissen will, kann gerne bei mir vorbei schauen:-) Wer aber gleich mal loskochen möchte, dem kann ich folgenden Tipp geben:

Tipps für Bier-Köche:

Es gibt einige Gerichte, die kann man direkt mit Bier kochen. Etwa Bierbackteig. Da wird der Teig nur ganz kurz erhitzt, und die Aromen können bleiben. Oder Palatschinkenteig. Man verwendet dafür einen Doppelbock oder ein Malzbier. Also ein Bier, das schon von Haus aus eine gewisse Süße mitbringt. In diesem Fall kann man die Milch komplett mit Bier ersetzen. Schmeckt lecker.

Georg Friedl von „Mühlvierteln

Wer noch mehr Geschmack der erdigen Mühlviertler Küche kennenlernen will, traditionell & modern, dem sei Friedls neues Buch empfohlen: „Mühlviertler Küche. Geschmack und Glück der Einfachheit.“