Meine Zukunftsvision: Klein, fein und BIO!
Die Bäckerei Hörschläger in St. Veit feiert am 1. und 2. Oktober 2011 ihren 110. Geburtstag.
110 Jahre Bäckerei Hörschläger – Ein Familienbetrieb?
Aus einem ursprünglich landwirtschaftlichen Betrieb entstand 1901 durch die Gewerbeanmeldung beim zuständigen k&k – Gericht die Bäckerei Hörschläger. Seither sind wir stolz darauf, in 4. Generation einen Familienbetrieb zu führen und unsere eigenen Brötchen zu backen.
Seit sieben Jahren führen Sie eine zertifizierte Biobäckerei. Was bedeutet das?
Vor allem freue ich mich darüber, mit den hochwertigen Rohstoffen nach den gleichen Rezepten wie vor 110 Jahren backen zu können. Das positive Echo der Kundschaft bekräftigt uns, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und biologisch wertvolles Gebäck herzustellen. Ein wesentlicher Faktor bei der Produktion stellt für uns die Zeit dar. Eine Zutat die man nicht kaufen kann, sondern aussitzen muss. So rastet zum Beispiel der Sauerteig 24 Stunden lang und kann so sein volles Aroma entfalten, das den deutlichen Unterschied zu gewöhnlich hergestellten Produkten mit Fertigmischungen aus macht.
Zwei wesentliche Faktoren, die zur Umstellung auf Bio beigetragen haben, sind die starke Abhängigkeit von großen Lieferanten und die regionale Nachhaltigkeit. Der Bäckerei Hörschläger ist es wichtig, die kleinen Produzenten aus der Region zu fördern und so den Erhalt verschiedener Betriebe gegenseitig zu gewährleisten. Schließlich kauft man sich gegenseitig Dienstleistungen und Waren ab und sichert so weiterhin die Existenz von ansässigen Betrieben.
Das Brotsortiment im Vergleich zu den Nachbarländern?
Die Liebe zum Brotbacken hat meiner Meinung nach viel mit der Heimatverbundenheit zum Mühlviertel zu tun. Schließlich bauten die Bauern im nördlichsten Viertel schon immer Getreide an und so ist die Sortenvielfalt des Brotes überaus groß. Das Bäckerhandwerk hat meist seine Wurzeln in der Landwirtschaft, die eigentlichen Bäcker haben sich nach und nach durch Spezialisierungen oder wegen ihrer hohen Produktqualität heraus kristallisiert. Dieses Prinzip ist auch heute noch Motor für Innovation. Die hohe Dichte an Bäckern macht es notwendig, sich von der Masse abzuheben, um sich ein Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen. In Italien beispielsweise stehen ganz andere Rohstoffe im Mittelpunkt. Fisch und Gemüse bestimmen dort seit Jahrtausenden die Esskultur.
Welche Risiken und Chancen hat eine kleine Bäckerei?
Der aktuelle Facharbeitermangel hat auch die Bäckerbranche voll getroffen. Gutes Fachpersonal ist rar geworden und auch Lehrlinge sind kaum mehr zu bekommen. Die Nachtarbeit und die Sechs-Tage-Woche wirken im Berufsbild leider äußerst abschreckend.
Mehr als anziehend ist hingegen ein Projekt in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer. Regionale Produzenten liefern die gesunde Jause direkt an die Schulen. Wir z.B. an die VS-Neusserling, VS und MHS Hellmonsödt und HS Oberneukirchen.
Richtig, die Schuljause – wie funktioniert dieses Projekt? Sind das die Konsumenten von morgen?
Die Jause wird von der Schule bestellt und wird von uns geliefert. Für die Eltern ist es in der Früh oft sehr stressig, noch eine gesunde Mahlzeit für ihre Kinder zusammen zu stellen. Da ist unser Angebot natürlich sehr attraktiv. Der Fixstarter in der Jausenbox ist ein Bioweckerl mit unterschiedlichen Belägen und dazu kommt abwechselnd ein Biojoghurt, Studentenfutter, frisches Obst der Saison und auch mal etwas Süßes wie ein Nussmuffin. Wir wollen wieder Bewusstsein schaffen für Lebensmittel, die gesund sind und aus der Region stammen. Außerdem schmeckt’s hervorragend und machen munter für den Schulalltag.
Doch auch die Großen haben ihre helle Freude mit dem Biobäcker in St. Veit. Einst führte eine ORF Oberösterreich Wandertour an dem beschaulichen Örtchen vorbei und seither kehren die Wanderer immer wieder gerne im Café Hörschläger ein.
In Waxenberg, wo die Produktion stattfindet, sorgt das dortige Seminarangebot vom Landhotel Atzmüller, der unser Brot und Gebäck in seinem Sortiment hat,
immer wieder für Tagesausflügler, die sich vom Sortiment der Bäckerei sehr angetan zeigen. Auch Hochzeitstorten werden von unserer Bäckerei und Konditorei gefertigt. Ca. 70 Hochzeitstorten im Jahr werden liebevoll kreiert und verschönern den schönsten Tag im Leben zahlreicher Frischvermählter.
Wo soll die Entwicklung künftig hin führen?
Nochmal 110 erfolgreiche Jahre für die Bäckerei! Ab Herbst dieses Jahres sind außerdem eine Galerie und eine Vinothek in unserer Filiale in St. Veit. Der Café-Bereich wird dabei von 40 auf 110 Plätze ausgebaut.
Doch das wichtigste Motto für den Bäckermeister Hörschläger lautet: „ DER INHALT MACHT DEN UNTERSCHIED“ „Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition“.
Traditionelle Europäische Medizin (TEM) und Heilkunde am 3. Oktober 2011 in Linz
Am 3. Oktober 2011 lädt das Ökosoziale Forum OÖ zur Veranstaltung „Zukunft braucht Wurzeln – Traditionelle Europäische Medizin (TEM) und Heilkunde“. Im Bildungshaus Sankt Magdalena in Linz erfährt man von 19 bis 21 Uhr alles Wissenswerte über TEM und deren sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin.
Welche Experten sind vor Ort?
Der Obmann des ÖKOSOZIALEN FORUMS, Mag. Helmut Eiselsberg ist davon überzeugt, dass für eine zufriedene und gesunde Lebenseinstellung die eigenen Wurzeln ausschlaggebend sind. Sie erden uns am besten im regionalen Umfeld und sorgen so dafür, dass wir wachsen können.
Dr. Martin Spinka – kurärztlicher Leiter der Kneipp Traditionshäuser der Marienschwestern vom Karmel – erläutert im Anschluss die Säftelehre. Die Säfte des Körpers gelten seit Hippokrates als Erklärungsmuster für Anamnese, Diagnostik und Therapie.
Über das Heilwissen der Pinzgauerinnen referiert Dr. Karin Buchart, Geschäftsführerin TEH – Traditionelle Europäische Heilkunde. Dieses wertvolle Wissen wurde 2010 in das internationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der österreichischen UNESCO Kommission aufgenommen. Gabi Wild-Obermayr informiert als Obfrau des Obst- und Gemüsebauverbandes über altes Wissen aus der Gemüse-Apotheke.
Ab 18:00 Uhr
Besteht die Möglichkeit, sich ein Bild der eigenen Iriden mit einem Grundbefund anfertigen zu lassen. Die Iris eines Menschen verrät angelegte, angeborene Schwächen. Erkennt man diese, kann im eigenen Rhythmus Vorsorge individuell angepasst werden. Außerdem können die Besucher TEM-Produkte kennen lernen und käuflich erwerben. Darunter ist auch die Pechsalbe, die als das wichtigste Heilmittel im Pinzgau gilt. Ein traditionelles, europäisches Buffet rundet den Tag gesund und genussvoll ab.
Um Anmeldung wird gebeten: office@oekosozialesforum.at oder unter der Tel.: 0732/253041-210
Mag. Helmut Eiselsberg, Obmann Ökosoziales Forum Oberösterreich
Nähere Infos zur Traditionellen Europäischen Medizin TEM: www.kneippen.at
Bauernkrapfen – eine Herausforderung für mich
Auf der Genusslandstraße in der Linzer Innenstadt wird es am 16. und 17. September 2011 hoch hergehen. Warum? Es ist Genusslandstraßen-Zeit! Und ich darf ein bisschen mithelfen …
Nun habe ich einige Talente – wozu auch das Backen gehört. Aber eben nicht Bauernkrapfen. Und genau das darf ich jetzt bei der Genusslandstraße ausprobieren. Bei diversen Internet-Recherchen habe ich schon versucht, mir das fehlende Wissen zu “holen”. Auch einige gestandene Oberösterreicherinnen habe ich bereits um Rat gefragt. Ich bin schon gespannt, wie es mir ergehen wird. Wir werden ein Team sein und ich werde mir halt eine Tätigkeit aussuchen, wo ich dem typisch oberösterreichischen Gebäck nicht allzu viel Schaden zufügen kann.
Ich freue mich schon auf die Genusslandstraße und aufs Bauernkrapfen backen! Haltet mir bitte die Daumen! Vielleicht hat ja die eine oder der andere auch einen Tipp für mich …?
Mehr zur Genusslandstraße 2011
Urlaub zuhause: Das ist einen Versuch wert
Viele Urlaubsziele sind im sonnigen Süden und sind für die Sonnenmonate ausgebucht. Allerdings: Die Zahl jener, die im Urlaub zu Hause bleiben, wird immer größer.
Das hat mehrere Gründe: politische Verhältnisse, Unruhen und steigende Kriminalität in manchen Urlaubsländern, aber auch die Preise. Speziell für ein Ehepaar mit mehreren Kindern kann so ein Urlaub im In- und Ausland sehr teuer werden.
Wenn jemand ganz offen und ehrlich zugibt: „ Ich bleibe in diesem Jahr im Urlaub zuhause!“, dann kann es sein, dass man ihn fragt: „Ja, kann man sich denn daheim überhaupt erholen?“ Freizeitexperten und Psychologen sagen: „Unter gewissen Umständen klappt das. Man muss nur lernen, mit den Ferien in den eigenen vier Wänden umzugehen!“
Damit man sich positiv mit dem Gedanken vom Urlaub zuhause vertraut machen kann, sollte man sich überlegen, wo die Vorteile dabei liegen:
• Man ist nicht unentwegt gezwungen, mit Massen von anderen Urlaubern beim Essen oder beim Sonnenbaden und Schwimmen beisammen zu sein.
• Der Urlaub zuhause ist zweifelsohne Balsam für die Nerven, wenn man sich dabei wohlfühlt.
• Der Urlaub zuhause gibt vor allem Möglichkeit, Dinge zu tun, die man in seiner vertrauten Umgebung am liebsten tut und zu denen man das ganze Jahr über nicht kommt: lesen, malen, zeichnen, einen langen Einkaufsbummel unternehmen, endlich einen Radfahrweg oder einen Fitness-Parcours in nächster Nähe auszuprobieren, einige Esslokale in der Umgebung testen, wieder einmal ins Kino gehen, sich massieren lassen.
• Man muss sich nicht an einem überlaufenen Badestrand stundenlang um ein Eis anstellen, muss nicht endlos lang in einem Restaurant warten, bis man endlich an die Reihe kommt.
Wenn eine Familie die Ferien zu Hause verbringt, dann kann das für die Ehefrau und Mutter zum Horror werden. Vater und die Kinder denken nur ans Nichtstun. Sie wollen verwöhnt werden, wollen ständig mit Essen und Trinken versorgt werden. Und wer muss da meist herhalten: Mutti natürlich! Für sie wird der Urlaub daheim zur Schwerstarbeit. Dasselbe aber kann ihr widerfahren, wenn die Familie an einem Urlaubsort nicht in ein Hotel, sondern in einen Ferien-Bungalow zieht: mit integrierter Küche. Da steht Mutti dann auch den ganzen Tag am Herd und schuftet für ihre Lieben.
Daher: Ferien zuhause sind nur dann wirklich Ferien, wenn jeden Tag jemand anderer das Frühstück für alle zubereitet, wenn mittags und abends auswärts gegessen wird. Oder wenn für ein gemeinsames Picknick oder Abendessen alle gemeinsam die Vorbereitungen treffen. Die Muttis müssen die Sicherheit haben, dass sie nicht auch noch zu den Ferientagen die Sklavinnen der anderen sind.
Eines muss man wissen: Wer zuhause Urlaub macht, den versucht der Alltag einzuholen. Die anderen wissen ja nicht, dass man sich erholen will. Verwandte, Bekannte, Freunde haben Fragen, Bitten, wollen ihre Sorgen loswerden. Jeden Tag bringt der Postbote Briefe, Rechnungen, Mahnungen. Man muss zum Einkaufen. Man muss in der Wohnung saubermachen. Wie lässt sich das alles mit Urlaubsstimmung und Erholung koordinieren?
Ganz einfach. Man muss mit der nötigen Großzügigkeit und der festen Einstellung zum Genießen an diese Urlaubs-Variante herangehen:
• Heben Sie doch einfach – zumindest einige Tage – das Telefon nicht ab. Lassen Sie es klingeln. Wenn Sie nicht da wären, würde ja auch keiner abheben. Ideal, wenn man einen Anruf-Beantworter hat. Man lässt ihn angestellt.
• Nehmen Sie die tägliche Post höflich vom Postboten entgegen und legen Sie diese – vorerst ungeöffnet – in eine große Schachtel. Sichten Sie die Briefe, Rechnungen und alles andere eventuell in den letzten beiden Urlaubstagen. Dann ist Zeit genug. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie – wie bei einer Reise – vor dem Urlaub alle notwendigen Zahlungen und Termine wahrnehmen.
• Reduzieren Sie Reinemachen und Einkaufen auf ein Minimum.
• Unternehmen Sie viele Ausflüge, Wandern oder Radtouren. Besuchen Sie einen Zoo, ein Naturschutzgebiet. Fahren Sie vielleicht auf zwei, drei Tage in die nächste Umgebung.
• Wenn das Wetter mitspielt: Gestalten Sie den Balkon, eine Terrasse oder den Garten zu einer Urlaubs-Oase mit Liegestuhl, Sonnenschirm, Dusche. Kaufen Sie sich ein paar neue CDs oder Kassetten mit Ihrer Lieblingsmusik und geben Sie sich dem süßen Nichtstun hin.
Mehr Infos und Tipps unter: www.gesundheitswelten.com sowie unter www.gesundheitsurlaub.at
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erholsamen Sommer!
Ihr Hademar Bankhofer
Kochen mit Kleinkindern
Seit ich Mama bin, macht mir Kochen viel mehr Spaß – erstens weil ich das Ganze dann nicht alleine essen muss – und zweitens, weil mittlerweile meine 2-jährige Tochter Marie schon gerne mithilft.
Anstatt mit Buntstift und Block sitzt sie mit ihrem „Kindermesser“ am Hochstuhl und darf mitkochen. Schneiden ist ihre Lieblingsaufgabe, zum Lernen hab ich ihr die Gurke, die sie am liebsten nascht, gegeben. Jetzt macht es ihr Riesenspaß, ein Kinderrezept zuzubereiten und es anschließend auch zu essen.
Ein bei uns derzeit besonders beliebtes Rezept möchte ich Ihnen heute verraten.
„Bunter Wurstspieß mit Paprika“:
Zutaten:
2 Paar Frankfurter
1 roten, 1 grünen und 1 gelben Paprika
Etwas Öl
Wie wird’s gemacht:
Die Frankfurter in Scheiben schneiden: Das kann schon Ihr Kind übernehmen und wenn Sie etwas mithelfen, kann auch nichts schief gehen. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden – ebenfalls mit Assistenz des „Kinderkoches“. Anschließend abwechselnd Wurststücke und Paprika auf Holzspieße stecken – diese Arbeit liebt meine Tochter am meisten.
Zum Schluss die Spieße mit ein bisschen Öl bepinseln und im Grill ca. 10 Minuten bräunen! Mahlzeit!
Haben Sie auch kinderleichte Rezepte parat? Dann lassen Sie es mich wissen.
Ihre Barbara Thürschmid
Tipps gegen schwere Beine im Sommer
Wir alle freuen uns über die wohligen Temperaturen! Aber gerade in den heißen Monaten neigen Personen mit Venenschwäche oder Krampfadern zu Stauungen oder Schmerzen in Unterschenkeln und Füßen. Es reicht oft nicht mehr, die Beine einfach nur hochzulagern.
Im Physikarium des EurothermenResorts in Bad Ischl etwa werden für müde und strapazierte Beine verschiedene Wohlfühlbehandlungen angeboten.
So wirkt etwa ein Sole-Kohlensäure-Rosskastanien-Wannenbad kühlend, entstauend und tonisierend auf die Venen. Aber auch ein Kaltschlammwickel für die Beine ist eine abschwellende Wohltat. Bei Bedarf oder auf Wunsch in Kombination mit Warmschlammpackungen für Rücken und Gelenke.
Infos zu den Behandlungsmöglichkeiten finden Sie hier. Weitere Gesundheitstipps gibt´s unter www.gesundheitsurlaub.at.
Einen schönen Sommer wünscht Ihr Physikarium Team des EurothermenResorts Bad Ischl.
Mit Traditioneller Europäische Medizin durch den Sommer
TEM Tipp für die ganze Familie
Der Sommer ist dem Feuerelement zugeordnet. So wie dem Archetypus des Cholerikers werden ihm die Eigenschaften heiß und trocken zugeteilt. Das verleitet einerseits dazu, die längsten, und wärmsten Tage des Jahres dazu zu nutzen, mit allen Sinnen Essen, Natur, Freunde und Bewegung zu genießen – vielleicht sogar das eine oder andere Fest zu feiern. Feste zu feiern, sich dabei Geschichten zu erzählen, zu tanzen, zu singen, zu lachen und zu essen bedeutet sehr intensiv zu leben, und zwar im Augenblick. Das ist eine sehr wichtige Übung für unsere Lebensordnung.
Der Sommer kann aber auch durch seine Hitze die einen oder anderen Probleme mit sich bringen. Z.B. Schlafstörungen, welche durch Schlaf fördernde Tees (Baldrian, Melisse, Lavendel, Hopfen) und kalte Güsse (kalter Vollguss, kalter Armguss oder Wasser treten) sehr gut behandelt werden kann.
Sehr häufig wird auch gefragt nach natürlichen Hilfen nach Insektenstichen. Hier eignet sich hervorragend die äußerliche Anwendung von Arnikatinktur, die man entweder selbst ansetzt oder in der Apotheke bezieht. Einfach auf den Bienenstich, Wespenstich oder Mückenstich geben und die Schmerz lindernde Wirkung genießen.
Ihr Martin Spinka
Dr. med. Martin Spinka
Ärztlicher Leiter im Kneipp Traditionshaus der Marienschwestern Bad Kreuzen
Käse frisch von der Alm
Der wechselhaften Witterung an den Wochenenden trotzend, haben wir uns kürzlich über den „Normalweg“ (Bodinggraben/Molln) zum Trämpl (1.424 m) aufgemacht. Wir kennen den Berg als beliebtes Skitourenziel, grad recht für den leichten Saisonauftakt. Scheint aber auch im Sommer seinen Reiz zu versprühen – obwohl’s regnet und wir einsame Sonntagswanderer waren. Und auch die einzigen Einkehrer auf der Ebenforstalm (1.100 m). Von der herrlichen Aussichtslage und der umliegenden Wollgras-Hochmoor-Landschaft, von der unsere Botanikerfreunde schwärmen, gab’s an diesem Tag weniger zu sehen. Dafür umso mehr zu verkosten: Schließlich wird die Milch der Almkühe hier vor Ort frisch weiterverarbeitet – zu gschmackiger Butter, kernigem Topfen, mildem und kräftigem Käse und (wenn ich nur aufhören könnt) zu ofenwarmem Topfenstrudel.
Natürlich haben wir uns durch’s ganze Sortiment gekostet und die Zeit für ein anregendes Gespräch mit den Bauersleuten genutzt. Über die Almwirtschaft und die harte Handarbeit, über gute Rohstoffe und gesunde Nahrungsmittel, aber auch über den Wandel der Zeit, über Massentourismus und „Jausenstationen“ in den Bergen, die von der Ursprünglichkeit einer Almlandschaft leider oft einbüßen mussten.
Fazit: Kulinarisch und gedanklich anregend. Wir kommen wieder!
Was in einer Reiseapotheke nicht fehlen sollte
Endlich Urlaub! Für die einen heißt das, Kofferpacken und ab ins ein fernes Land, die anderen entspannen sich am besten hier in Österreich, beim Wandern, Mountainbiken oder am Badesee. Für alle gilt: Neben dem Sonnenschutz auch an die Reiseapotheke denken!
Sobald es sportlich wird: Ein ordentlich bestücktes Notfallset muss dabei sein, mit allem, was man zur Wundversorgung braucht. Selbstverständlich dürfen in den Bergen auch die Taschenlampe, die Trillerpfeife und eine Rettungsdecke zum Wärmen nicht fehlen.
Für Reisen ins Ausland dürfen ein Insektenschutzmittel, ein Flüssigkeits- und Elektrolytersatz bei Durchfall, ein Breitbandantibiotikum bei bakteriellen Allgemeininfekten, ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, ein Schmerzmittel, eine Salbe gegen juckende Hautausschläge und Insektenstiche, eine Wundsalbe, eventuell Medikamente gegen Bindehautentzündung, Ohrenentzündung und gegen Halsentzündung nicht fehlen. Dazu kommen individuelle Medikamente für bestimmte Reiseziele (z.B. Malariaprophylaxe).
Müssen Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, so denken Sie auch daran, im Urlaub genügend Reserven mitzunehmen, diese richtig zu lagern (oftmals ist eine kühle Lagerung notwendig) und sich auch die für den Zoll notwendigen Ausweise zu beschaffen. Individuelle Notfallmedikamente (z.B. Asthmatiker, Herzkranke) oder Sonstiges (z.B. Traubenzucker für Diabetiker) nicht vergessen! Sollten Sie an einer chronischen Erkrankung leiden, besprechen Sie am besten schon die Auswahl des Urlaubsziels mit Ihrem Arzt.
Vor einer Reise sind Sie gut beraten, den nötigen Impfschutz zu kontrollieren und gegebenenfalls auffrischen zu lassen. Denken Sie daran, dass manche Impfungen mehrere Monate Vorlaufzeit brauchen. Über die für ihr Reiseziel notwendigen Impfungen und die Zusammenstellung der Reiseapotheke berät Sie gerne Ihr Arzt.
Sind Sie vorbereitet? Dann wünsche ich Ihnen je nach Geschmack einen erholsamen, aufregenden oder erlebnisreichen Urlaub.
Ihr Peter Niedermoser
Dr. Peter Niedermoser
Präsident der Ärztekammer für OÖ
Mit Kneipp fit durch den Sommer
Wer kennt das nicht: Herz-Kreislauf-Probleme durch schwüles, drückendes Wetter, Ein- und Durchschlafstörungen aufgrund von heißen Nächten. Hier kann man mit einfachen kleinen Kneippanwendungen, welche sich von jedermann gut zuhause durchführen lassen, Abhilfe schaffen.
Gute Nacht
Bei Schlafstörungen helfen kalte Waschungen, für die man nur einen Waschlappen bzw. eiskaltes Wasser benötigt. Mit dem in kalten Wasser getränkten Waschlappen kurz und zügig den Körper abwaschen, nicht abtrocknen und ab ins Bett. Nach kurzer Zeit stellt sich eine angenehme Entspannung ein, welche einen guten Schlaf möglich macht. Bei Herz-Kreislaufstörungen empfiehlt sich ein kaltes Armbad.
Fitte Beine
Jeder Sommer ist auch immer eine Strapaze für alle Krampfadern-Geplagten. Gegen die Schwere und Schwellung der Beine helfen kalte Kniegüsse, Wassertreten in wadenhohem Wasser (zum Beispiel zuhause in der Badewanne) und Topfenwickel. Wassergymnastik oder Schwimmen fördert zusätzlich den Lymphabfluss.
Leichte Küche
Auch mit der Ernährung kann man der Sommer-Hitze entgegensteuern. Hier ein Rezept gegen heiße Tage, mit der man gleichzeitig eine gute Figur macht:
Kartoffeln in Schale kochen, halbieren und mit Mungbohnensprossen und Kresse großzügig bestreuen. Mangold in 3 cm dicke Stücke schneiden, in einem Topf im eigenen Saft dünsten, gleichzeitig halbierte Champignons dazugeben, gemeinsam fertig dünsten. Frische Kräuter wie Thymianzweige, Basilikum dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken und mit den Kartoffeln servieren.
Ihre Maria Schönauer
Dr. Maria Schönauer, Kurärztin und Ärztin für Akupunktur im Kneipp- und Gesundheitszentrum der Barmherzigen Brüder in Schärding






