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1 Stunde und 3 Minuten Glücksgefühl
“Es gibt nichts Gutes – außer man tut es”
So oder ähnlich lautet ein Sprichwort, das meine letzten 3 Monate so ziemlich auf den Punkt bringt.
Bereits im Herbst letzten Jahres hatten wir uns entschlossen, gemeinsam (eva, heinz, peter und martin) den Linz Marathon zu bestreiten – Nein, um Gottes Willen, nicht jeder einen – einen aufgeteilt auf 4 Läufer. Mich hatte man als Nr. 2 mit einer Distanz von 11,4 KM vorgesehen. Na ja – dachte ich mir. Das ist schon zu schaffen. Doch zu Beginn des Jahres begann das Kripeln und damit auch ein gesundes Maß an Ehrgeiz. Schon bei Minusgraden einige Kilometer über schneeverwehte Straßen zu laufen, war ein Etappensieg über den inneren Schweinehund. Der sich eigenartiger Weiße nicht mehr gemeldet hat (oder ich spürte ihn nicht). Somit war das Ziel es von 6 min pro KM auf 5min und 30 sek zu schaffen, bereits definiert.
Am Tag der Wahrheit verspürte ich dann ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Ohne sich quälen zu müssen, konnte ich wirklich die einzigartige Stimmung entlang der Strecke spüren. Von Boxentürmen mit Techno Beat (da hat es mir doch glatt mein Kapperl weggepustet) bis hin zur Samba Band auf der Landstraße Linz, samt den Cheer Leader Girls, die zum Abklatschen bereit standen – unglaubliche Gefühle ! Die Vorbereitung der letzten Monate haben mir nun geholfen das alles zu genießen – es gibt nichts Gutes ….
Das schönste Gefühl war aber der Zieleinlauf unserer tapferen Kollegin am Hauptplatz! Gemeinsam etwas geschafft zu haben – das hat uns alle bewegt!
Und – Es schreit nach Verlängerung
PS : Gelaufene Zeiten wurden unwichtig – sein Ziel hat dennoch jeder von uns 4 erreicht
Linz Marathon 2011 – Wir sind dabei!
Was im Dezember aus einer Laune heraus entstand, wird in 10 Tagen Wirklichkeit. Ein paar der Blog-Autoren laufen bei der Marathon-Staffel in Linz mit. Für drei der vier ist es das “erste Mal”. Somit kommt zur sportlichen Herausforderung auch die prickelnde Aufregung, bei einem Event dieser Größenordnung einer der 15.000 Teilnehmer zu sein.
10 Tage vor dem Rennen geht´s ans Feintuning. Die Trainingspläne, damit wir beziehungsweise unsere Schlussläuferin die Ziellinie nach ca. 4 Stunden überquert, sind absolviert. Die geplanten Zeiten können gelaufen werden und wir liegen bei einem guten Hobbytempo von 5.00 – 5.45 min. pro Kilometer. Die Frage die noch offen ist, ist wie die Übergabe funktionieren wird??? Bis spätestens am 8.4. wird das auch klar sein. Hoffentlich…
“Es ist alles mental!” – nicht alles aber vieles. Heute war es bei mir der Kilometer 4 – der Durst war groß, großer wie das Heimweh – und irgendwie war die Luft heraußen. Einen halben Kilometer überlegte ich, wo ich jetzt etwas zu trinken bekommen könnte und ob ich nicht irgendwo abbiegen kann.
Dann kam jedoch die richtige Eingebung. Mir erschien ein Kommentar von Sabrina Grillitsch (Teilnehmerin beim Rennen zum Südpol mit Herrmann Maier): “Immer mit positiv Gedanken unterwegs sein. Kaum dankt man an Schmerzen, Hunger, Durst ist die Energie weg – kaum denkt man an etwas Gutes (Urlaub, Gipfel, …) geht´s wieder. Klingt einfach, ist es nicht, funktioniert aber. Denn einen Kilometer später hörte ich von meinem Trainingspartner “Owa vom Gas, wia´ renan in Kilometa in 4.30…”
Musik funktioniert auch wunderbar. Anscheinend sind so 135 – 160 beats per minute optimal, natürlich positive Texte und geschmacklich sollte es auch passen. Hits der 80er und 90er würden mich wahrscheinlich unfreiwillig an den Streckenrand befördern.
Was möglicherweise funktionieren könnte und auch Mainstream ist wäre zum Beispiel:
Neben dem “Carboloading” (also Nudeln essen) nächste Woche, werde ich wohl noch eine Playlist erstellen, die ich mir dann gedanklich hereinholen kann, falls ich wieder zu einem Kilometer 4 komme…
Linz Marathon – wir kommen!
Richtige Marathon Vorbereitung
Also echt! Wen’s bei den Temperaturen jetzt nicht wieder rauslockt, dem ist schwer zu helfen! Der Frühling entschädigt uns Läufer jetzt wirklich dafür, dass wir mehr oder weniger motiviert auch bei Schnee, Kälte, Wind und anderen Grauslichkeiten draußen waren. Der innere Schweinehund muss einfach ein Wintermensch sein, anders ist das nicht zu erklären.
Meine vier Laufeinheiten pro Woche sind damit kein so großes Problem mehr. Einmal eine lange Einheit mit optimalem Fettverbrennungspuls, zweimal die Normaleinheiten mit Cardio-Puls und einmal die schnelle Einheit im Hochpulsbereich. Das schreibt mir mein Trainer Berni Schimpl von SIM vor. Die drei weiteren Tage, die eine Woche so hat, sind Regeneration. Diese ewigen Wiederholungen dieser Trainingswochen sind zwar das entscheidene, aber auch das unspannendste an der Vorbereitung für den Marathon.
Wirklich aufregend wird’s ja immer erst, wenns ein paar Wochen vor dem Highlight auch auf andere Kleinigkeiten ankommt. In den sieben Tagen davor ist mir immer wichtig, dass ich mein Lauftraining auf ein Minimum reduziere: also vielleicht drei Mal 40 Minuten ein bissl trabe, aber auch die Ernährung ist ganz entscheidend. Wer da glaubt „Kohlehydrate machen nur dick, die lass ich weg“, bekommt beim Marathon spätestens nach dem ersten Viertel einen Besuch vom berühmten unsichtbaren Mann mit dem Hammer. Also Nudeln sind unbedingt notwendig. Das Frühstück vor dem Marathon ist bei mir auch immer besonders Weißbrot-, Honig- und Nutella-haltig – also in Wahrheit schon die große Entschädigung für die Disziplin vorher. Und wenn dann das Marathonergebnis auch noch stimmt, ist die Welt ja sowieso wieder in Ordnung. Das ist also meine Marathon-Vorbereitung in Kurzfassung.
Habt ihr vielleicht noch Tipps zur Verbesserung? Oder wie macht ihr denn das? Ich freu mich über Kommentare von euch!
