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Was einen Mostsommelier ausmacht…
„G’sundheit – sollst lebn!“
Was einen Mostsommelier ausmacht und warum Mosttrinker kein „Prost“ kennen
In Sachen Wein sind sie eine Selbstverständlichkeit. Auch in der Welt der Biere und des Käses haben sie Einzug gehalten. Und seit der Most das Image des einfachen Durstlöschers konsequent hinter sich gelassen hat, sind sie auch in der Welt der vergorenen Äpfel und Birnen unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Die Rede ist von den Sommeliers und Sommelieres, jenen hoch spezialisierten Experten, die den Genuss im kleinen Finger haben. www.die-blooegger.at hat die HR Maria-Theresia Wirtl, Leiterin der Stabstelle Genussland OÖ getroffen, die sich derzeit zur Mostsommeliere ausbilden lässt, um einen Blick hinter die Kulissen dieses Lehrganges zu werfen.
Frau Wirtl, wozu brauche ich genau einen Mostsommelier?
Der Mostsommelier ist der Experte in Sachen Most. Er ist fähig, selbständig Mostverkostungen zusammenzustellen, den Most mit den dazu passenden Speisen zu präsentieren und „Events“ in ausgewiesenen Mostregionen zu initiieren.
Dazu ist ein umfangreiches Wissen rund um dieses traditionsreiche Getränk notwendig?
Ja, der Zertifikatslehrgang für Mostsommeliers wie ihn die Landwirtschaftskammer Oberösterreich anbietet umfasst immerhin 120 Unterrichtseinheiten und ist inhaltlich enorm dicht. Vom Wissen über die Produktion und die Geschichte des Mostes, von Mostkulinarium bis hin zur richtigen Verkostung reicht die Palette. Neben der Produktion stehen aber auch die verschiedenen Möglichkeiten der Vermarktung auf dem Lehrplan. Ja selbst eine eigene „Mostsprache“ wird entwickelt, wie es sie ganz ähnlich ja auch bei Wein und Bier gibt.
Das ist der theoretische Zugang zum Thema. Und die Praxis…
Im gesamten Ausbildungsprozess wird ein enger Bezug zwischen theoretischen Grundlagen und praktischer Umsetzung gesucht.
An welche Zielgruppe richtet sich diese doch recht umfangreiche Ausbildung?
Vor allem natürlich an Mostproduzenten und Gastronomen, die täglich professionellen Umgang mit dem Getränk haben. Aber natürlich auch an interessierte Personen, die ihren Wissensstand in Sachen Most ganz einfach auf eine breite Basis stellen wollen.
Sie haben sich im Zuge des Lehrganges intensiv mit der Paarung Most und Speck auseinander gesetzt.
Ich habe eine ganze Reihe von Mosten zusammen mit Proben von „Rauchpökelware“ – das ist der „amtliche“ Fachbegriff für Speck – verkostet. Dabei haben sich einige Faustregeln für die Getränkeauswahl herauskristallisiert.
Die da wären?
Bittere Geschmacksrichtungen verstärken sich gegenseitig. Das heißt dass geräucherter Speck aber auch Spargel oder Radicchio nicht mit Mosten kombiniert werden sollten, die einen hohen Gerbstoffgehalt aufweisen. Zu salzigen Speisen eigenen sich Moste mit hohem Restzuckeranteil als Begleiter, während stark säurehaltige Mostsorten den salzigen Geschmack eher verstärken und daher hier eher fehl am Platz sind.
Der eher resche Most wird also zu welchen Specksorten serviert?
Es ist Fett, das die Säure und die Gerbstoffe neutralisiert. Ein guter Innviertler Surspeck oder ein Kübelspeck ist also fast der naturgegebene Partner des trockenen, reschen Mostes.
Und zum Dessert?
Das ist ganz ähnlich wie beim Wein. Da sich süß und süß gut ergänzt, ohne sich gegenseitig zu verstärken, gibt’s zum Nachtisch auch einen Most mit deutlich spürbarem Restzucker. Aber Vorsicht: diese Empfehlungen sind zwar in vielen Verkostungen abgesichert, Unterschiede in der persönlichen Wahrnehmung von Bitter- und Gerbstoffen können im individuellen Geschmack zu Abweichungen führen. Auch die eigenen Erfahrungen, die jeder Mosttrinker im Lauf seines Lebens macht, können seinen Geschmack prägen.
Nein, erlaubt ist was gefällt.
Nur beim Anstoßen kennen echte Mosttrinker keinen Spaß…
Nein, denn da heißt es traditionell „G’sundheit – sollst lebn!“ Ein „Prost“ kommt einem gestandenen Mostfan nicht über die Lippen…
Oh du fröhliche Weihnachtsfeier…
Egal ob Firmen-, Vereins- oder sonstige Weihnachtsfeier, überall in Oberösterreich sieht man derzeit (feucht-)fröhliche Gruppen durch die Lokale ziehen. Beliebter Treffpunkt nach der “offiziellen” Feier ist etwa das Josef auf der Landstraße in Linz. Hier kann die Nacht schon mal zum Tag werden…nur empfehlenswert, wenn man am nächsten Tag frei hat
Auch die Rox Musicbar im Linzer Graben ist für Feierwütige ideal. Vor allem wenn man schon zu den Ü30 gehört, wird man die Musik hier mögen. Mehr als 30.000 Titel finden sich in der Rox Musicbox, da darf auch mal wieder getanzt werden.
Immer gut für einen Absacker ist auch der legendäre 1. Akt in der Klammstraße – coole Bar mit guter Musik, in der man unbedingt mal gewesen sein sollte.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Weihnachten feiern in Oberösterreich!
Von Bar zu Bar in Schärding
Das Schärdinger Nachtleben kann sich wirklich sehen lassen. Nicht nur, dass es hier unzählige Bars, Tanzlokale und Pubs gibt, hier gibt’s auch wirklich gute Restaurants. Feinschmecker kommen zum Beispiel in der Orangerie auf ihre Kosten. Hier gibt es köstliche Weine und noch bessere Pasta. Wer gerne Wein trinkt, ist auch in der Vinothek bestens aufgehoben. Aus Österreich, Italien, Spanien etc. sind die edlen Tropfen und wer die gemütliche Location für einen besonderen Anlass einmal ganz für sich haben will, kann die Vinothek auch mieten.
Nach dem Essen noch ein Absacker gefällig? Dann ist man in der BARista genau richtig. Gerade erst am Wochenende hat die echt stilvolle Bar ihren 1. Geburtstag gefeiert. Und ich war mitten drin. Prosecco und Geburtstagskuchen-Buffet für alle. Super Stimmung natürlich sowieso inklusive. Zum Abschluss noch einen Getränke-Tipp: Barista Hausbowle….unbedingt kosten, wenn man das Schärdinger Nachtleben unsicher machen will…
Der Jungmost ist da!
Ein junger Most ist schon etwas Besonderes: Er hat eine klare, helle Farbe. Duftet richtig frisch und fruchtig. Und ist auch im Geschmack jugendlich, manchmal sogar auch ein wenig ungestüm. Und wenn’s ein wirklich guter Jungmost ist, dann steht das alles in perfekter Harmonie zueinander.
Was ist da jetzt anders? Jungmost ist ein Mischling aus Äpfel und Birnen. Er wird aus dem ersten geernteten Obst gewonnen und das ist auch das Besondere, der Jungmost ist ein Spiegel des vergangenen Jahres.
Aus den besten des heurigen Jahrganges wurden in einer Blindverkostung jene herausgepickt, die wirklich herausragend sind. In der objektivierten Verkostung wurden die Moste auf die Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie getestet.
Am 9. November wurden im Casino Linz die 11 prämierten oberösterreichischen Jungmoste präsentiert und ab sofort sind die Moste von 7 oberösterreichischen Qualitätsproduzenten bei den Spar-Märkten erhältlich und bei vielen Genussland-Wirten in der Getränkekarte zu finden.
Jungmost ist der passende Begleiter zu Gansl, Wild und den Schmankerln des Herbstes. Da die fruchtige Note, gepaart mit einer angenehmen Säure ergibt eine wunderbare Geschmackskombination.
Einige der Top-Produzenten sind:
Schauer – St. Marienkirchen an der Polsenz
Lungenschmied – Micheldorf an der Krems
Mehr auf www.genussland.at


